Die Schweizer Wettbewerbskommission (COMCO) hat am Dienstag eine Untersuchung gegen Beiersdorf eingeleitet. Dabei geht es um den Verdacht, dass der deutsche Konsumgüterkonzern im Streit über die Preise seiner Nivea-Produkte über eine relative Marktmacht gegenüber dem Schweizer Einzelhändler Migros verfügt.

In einer Mitteilung erklärte die Behörde, dass Beiersdorf angeblich Migros den Einkauf von Nivea-Produkten nicht zu denselben Konditionen wie im Ausland gestattet.

Im Rahmen der Untersuchung prüft COMCO, ob Beiersdorf im Vergleich zu Migros über eine relative Marktmacht verfügt.

,,Falls dies zutrifft, wird untersucht, ob Beiersdorf diese Position missbraucht, indem Migros für identische Nivea-Produkte höhere Preise berechnet werden als vergleichbaren Händlern im Ausland", hieß es weiter.

Beiersdorf erklärte, die Vorwürfe nicht nachvollziehen zu können, und kündigte an, mit der COMCO zusammenzuarbeiten, um zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen.

Die Einhaltung von Vorschriften und insbesondere des Kartellrechts habe für Beiersdorf oberste Priorität, teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme mit.