Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Bayerische Motoren Werke       DE0005190003

BAYERISCHE MOTOREN WERKE

ÜbersichtChartsNewsRatingsTermineUnternehmen 
ÜbersichtAlle NachrichtenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

ROUNDUP 2:/Riskantes 'Sandkastenspiel': Handelsstreit bedroht deutsche Firmen

08.04.2018 | 14:42

WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX) - Bange Blicke nach Washington und Peking: Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist auch für deutsche Unternehmen eine große Gefahr. Autokonzerne wie BMW <DE0005190003> und Daimler <DE0007100000> drohen beim Machtkampf der beiden größten Wirtschaftsmächte unter die Räder zu geraten, auch etliche andere Firmen zittern vor Strafzöllen. Sollten die Staatschefs Donald Trump und Xi Jinping ernst machen, könnte das für die exportabhängige deutsche Wirtschaft sehr schmerzhaft enden.

Lobbyverbände bereiten sich angesichts der jüngsten Eskalationen auf den Ernstfall vor. "Die von der US- und der chinesischen Regierung veröffentlichten Listen mit Waren zeigen: Es droht eine Spirale von wechselseitigen Strafzöllen", sagte Außenwirtschaftsleiter Ulrich Ackermann vom Maschinenbauverband VDMA der Deutschen Presse-Agentur. Das "Sandkastenspiel" der zwei großen Wirtschaftsblöcke führe zu einer Belastung des Welthandels und könne Schule machen.

US-Präsident Donald Trump wies am Wochenende noch einmal auf das Außenhandelsdefizit der USA mit China hin. "Die Vereinigten Staaten hatten mit China seit 40 Jahren keinen Handelsüberschuss mehr", schrieb er auf Twitter. Peking müsse unfaire Handelspraktiken einstellen, eigene Schranken abbrechen und Zölle nur in der Höhe erheben, wie sie auch das Partnerland erhebt.

Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hatte bereits gewarnt: "Deutsche Firmen haben Tausende Niederlassungen und Joint Ventures in den USA und China. Zölle zwischen beiden Märkten treffen damit zwangsläufig auch die deutsche Wirtschaft." Laut einer Studie des Analysehauses Evercore ISI würden die deutschen Autoriesen BMW und Daimler die von China angedrohten Strafzölle sogar stärker zu spüren bekommen als die US-Hersteller.

Die Verdopplung der Einfuhrzölle um 25 auf 50 Prozent, die Peking im Kräftemessen mit der Trump-Regierung auf bestimmte Auto-Importe erwägt, seien in Wahrheit eine "Steuer für Süddeutschland, nicht für die USA", meint Evercore-Experte Arndt Ellinghorst. Denn BMW und Daimler verschifften viel mehr in den USA gefertigte Autos nach China als die Konkurrenten General Motors <US37045V1008>, Ford <US3453708600> <US3453708600> und Fiat Chrysler <NL0010877643>.

Laut Ellinghorsts Analyse dürften BMW und Daimler in diesem Jahr erneut mehr als 100 000 Fahrzeuge von ihren US-Werken aus nach China exportieren. Weil es sich vor allem um teurere SUV und Premium-Modelle handele, könnten die Strafzölle die Hersteller rund 1,73 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro) kosten. Dabei handele es sich aber um eine grobe Schätzung, die nur im schlimmsten anzunehmenden Fall gelte, schränkt Ellinghorst ein.

Die Unternehmen halten sich auf Nachfrage bedeckt. "Wir bitten um Verständnis, dass wir über laufende Verhandlungen nicht spekulieren können", heißt es von Daimler. Die Situation werde aber genau beobachtet. BMW macht ebenfalls keine Angaben zu drohenden Kosten, bestätigt aber, dass das Werk in Spartanburg, South Carolina, am Warenwert gemessen der größte Autoexporteur in den USA ist.

Das bedeutet, BMW muss fast jedes Mal bangen, wenn US-Präsident Trump ("Handelskriege sind gut und leicht zu gewinnen") sich mit Handelspartnern anlegt. Insgesamt ist die Gefahr für die deutsche Autoindustrie indes überschaubar. Dem Branchenverband VDA zufolge wurden 2017 etwa 151 000 der insgesamt 4,85 Millionen von deutschen Herstellern in China verkauften Fahrzeuge von den USA aus exportiert.

Experte Frank Schwope von der NordLB glaubt ohnehin nicht, dass das Säbelrasseln zwischen Washington und Peking Schreckensszenarien für die deutsche Autoindustrie birgt. "Man sollte den Handelskonflikt - ein Krieg ist es noch nicht - etwas entspannter sehen." Es gehe momentan darum, dass beide Staatschefs am Ende als Gewinner dastehen. "Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird."

Doch nicht überall sieht man es so entspannt. "Bei einer Eskalation des Handelskonflikts könnte es zu einer Eintrübung der Weltkonjunktur kommen", warnt VDMA-Außenwirtschaftsleiter Ackermann. Dies würde zu einem Rückgang der Nachfrage nach Maschinen und Anlagen führen, vor allem auch in China. In den letzten Tagen habe sein Verband bereits einige Anfragen von besorgten Mitgliedsunternehmen erhalten, die von Fertigungsstätten in China aus in die USA liefern.

Und auch bei Trumps Wirtschaftsführern in den USA rumort es zunehmend. Der Dow Jones war in der vergangenen Woche eingebrochen. Die "New York Times" berichtete am Wochenende von großen Sorgen in der Gesundheitsbranche. Dort könnten die ohnehin horrenden Kosten weiter steigen, weil viele Teile, darunter etwa Hüftprothesen, in China gefertigt werden und von Einfuhrzöllen erfasst werden könnten./hbr/DP/mis


© dpa-AFX 2018
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT 0.36%55.5 verzögerte Kurse.0.82%
DAIMLER AG 2.54%58.21 verzögerte Kurse.17.91%
FIAT CHRYSLER AUTOMOBILES N.V. 2.42%13.55 verzögerte Kurse.2.70%
FORD MOTOR COMPANY 1.41%9.34 verzögerte Kurse.0.43%
GENERAL MOTORS COMPANY 0.70%44.4 verzögerte Kurse.21.31%
Alle Nachrichten auf BAYERISCHE MOTOREN WERKE
11:57KULINARIK UND AUTOMOBILE KLASSIKER : EssZimmer-Sternekoch Bobby Bräuer liefert 4..
PU
11:55Fahrzeugabsatz auf Chinas Automarkt legt auch im November kräftig zu
DP
11:05DAS PERFEKTE BEISPIEL FÜR DIE SYNERG : der BMW M4 GT4.
PU
05:36PRESSESTIMME : 'Stuttgarter Nachrichten' zu Daimler
DP
03.12.BMW : Neuer Film „The Drop“ lädt die globale BMW M Community wieder ..
PU
03.12.Conti will die komplette Wertschöpfungskette bis 2050 klimaneutral machen
AW
03.12.Daimler setzt auf Erfahrung - Pischetsrieder soll Aufsichtsrat führen
DP
03.12.DPA-AFX-ÜBERBLICK : UNTERNEHMEN vom 03.12.2020 - 15.15 Uhr
DP
03.12.E-Boom dämpft Rückgang beim Autoabsatz
RE
03.12.Pischetsrieder soll Daimler-Aufsichtsrat führen
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu BAYERISCHE MOTOREN WERKE
11:18Ex-chairman of Huachen, parent of BMW's China partner, under investigation - ..
RE
11:09THE PERFECT EXAMPLE OF SYNERGIES BET : the BMW M4 GT4.
PU
08:23BMW : Goldman Sachs gives a Neutral rating
MD
03.12.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : New film "The Drop" again invites the global BMW M Co..
AQ
03.12.BMW : New film “The Drop” again invites the global BMW M Community t..
PU
03.12.BMW : German November new car registrations down 3% year-on-year - source
RE
03.12.BERND PISCHETSRIEDER : Daimler proposes ex-BMW and VW executive Pischetsrieder a..
RE
03.12.BMW : Your World. My BMW. The new-generation app for BMW customers. Now availabl..
PU
03.12.BMW : Tap into your MINI with the new app generation for customers and fans.
PU
02.12.FOCUS ON PRODUCTION : BMW Motorsport to call time on its Formula E involvement a..
PU
Weitere Nachrichten auf Englisch
Chart BAYERISCHE MOTOREN WERKE
Dauer : Zeitraum :
Bayerische Motoren Werke : Chartanalyse Bayerische Motoren Werke | MarketScreener
Vollbild-Chart
Unternehmensführung
NameTitel
Oliver Zipse Chairman-Management Board
Norbert Reithofer Chairman-Supervisory Board
Nicolas Peter Chief Financial Officer
Susanne Klatten Independent Member-Supervisory Board
Manfred Schoch Deputy Chairman-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
BAYERISCHE MOTOREN WERKE-1.56%58 162
TOYOTA MOTOR CORPORATION-7.13%192 925
VOLKSWAGEN AG-17.11%94 185
DAIMLER AG14.99%73 797
GENERAL MOTORS COMPANY20.46%63 106
BMW AG1.57%58 162