1. Startseite
  2. Aktien
  3. Deutschland
  4. Xetra
  5. BASF SE
  6. News
  7. Übersicht
    BAS   DE000BASF111   BASF11

BASF SE

(BASF11)
  Bericht
Verzögert Xetra  -  17:35 12.08.2022
44.16 EUR   +1.68%
12.08.Logistik-Dienstleister rechnet mit Schifffahrtsstopp am Rhein
DP
12.08.MÄRKTE EUROPA/Versöhnlicher Wochenausklang - Flutter fest
DJ
12.08.Aktien Frankfurt Schluss: Positives Ende einer starken Woche
DP
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

Niedrigwasser am Rhein bringt neues Ungemach für deutsche Wirtschaft

05.08.2022 | 13:38
ARCHIV: Transportschiffe auf dem teilweise ausgetrockneten Flussbett des Rheins in Düsseldorf, Deutschland

Berlin/Düsseldorf (Reuters) - Durch das Niedrigwasser am Rhein droht der von Materialengpässen, hohen Energiekosten und schwächelnden Weltwirtschaft geplagten deutschen Industrie neues Ungemach.

"Seit Mitte Juli sind die Pegelstände im Rhein so niedrig, dass sie den Frachtverkehr spürbar beeinträchtigen", sagte der Konjunkturexperte des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Nils Jannsen, am Freitag. In der Vergangenheit sei die Industrieproduktion um etwa ein Prozent gedrückt worden, wenn die Pegelstände eine kritische Marke für einen Zeitraum von 30 Tagen unterschritten. "2018, als die Schifffahrt auf dem Rhein zuletzt für längere Zeit durch Niedrigwasser behindert wurde, wurde die Industrieproduktion in der Spitze um etwa 1,5 Prozent gedrückt", sagte der Experte. "Zusätzliche Belastungen könnten allerdings daraus resultieren, dass die Binnenschifffahrt ein relativ wichtiges Transportmittel für Energierohstoffe ist."

Der Wasserstand auf dem Rhein ist zuletzt wegen des heißen Sommerwetters und ausbleibender Regenfälle weiter gesunken. Besonders niedrig ist der Wasserstand an der Engstelle Kaub bei Koblenz: Der Referenzwasserstand liegt bei nur noch 56 Zentimetern. Schiffe brauchen aber etwa 1,5 Meter, um voll beladen fahren zu können. "Wir fahren weiter, können aber nur etwa 25 bis 35 Prozent der Schiffskapazität beladen", sagte der Direktor der Schifffahrtsgenossenschaft DTG, Roberto Spranzi, die rund 100 Schiffe auf dem Rhein betreibt. "Das bedeutet, dass Kunden oft drei Schiffe benötigen, um ihre Fracht zu transportieren - statt nur einem."

Die Spotpreise für ein Flüssigtankschiff von Rotterdam nach Karlsruhe, südlich von Kaub, stiegen am Freitag auf etwa 94 Euro pro Tonne. Das ist ein Plus von zwei Euro zum Vortag, sagten Schiffsmakler. Noch im Juni mussten nur 20 Euro pro Tonne bezahlt werden.

Die Behörden machen den Fluss bei Niedrigwasser nicht dicht. Sie überlassen es den Schiffsbetreibern, ob diese den Rhein weiter befahren wollen oder nicht. "Wir werden weiter machen, solange es navigatorisch möglich ist", sagte Spranzi. Die Schiffskapazitäten seien bereits knapp, da die Nachfrage gestiegen sei. Ein Grund dafür sei, dass Deutschland die Stromerzeugung aus Kohle erhöhen wolle, um sich für reduzierte Gaslieferungen aus Russland zu wappnen.

BASF - DROSSELUNG DER PRODUKTION NICHT AUSGESCHLOSSEN

Der Rhein ist ein wichtiger Schifffahrtsweg für Rohstoffe wie Getreide, Chemikalien, Mineralien, Kohle und Ölprodukte einschließlich Heizöl. Unternehmen beobachten die Pegelstände genau. Am Pegel Kaub seien für die nächsten zwei Wochen Pegel im Bereich von 30 bis 35 Zentimetern prognostiziert, so dass dann einige Schiffstypen nicht mehr eingesetzt werden könnten, sagte eine BASF-Sprecherin. Aktuell sei die Produktion des Chemiekonzerns nicht beeinträchtigt. "Wir können aber für die nächsten Wochen Reduktionen in den Produktionsraten einzelner Anlagen nicht vollständig ausschließen."

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp hat nach eigenen Angaben wegen des Niedrigwassers verschiedene Maßnahmen ergriffen. "Unsere Rohstoffbedarfe sind auf dieser Basis derzeit gesichert", so der Konzern. Der Chemiekonzern Evonik erklärte, die Produktion laufe. "Gegenwärtig bestehen bei Evonik durch Rhein-Niedrigwasser keine signifikanten Einschränkungen für unsere Logistikketten." Wo sinnvoll und technisch möglich sorge Evonik etwa durch Lagerbestände von Rohstoffen vor.

Der Energiekonzern Uniper hatte bereits am Donnerstag gewarnt, dass das Niedrigwasser den Kohlenachschub für wichtige Kraftwerke gefährde. Deshalb könne es bei der Stromproduktion in den Kraftwerken Staudinger in Hessen und Datteln in Nordrhein-Westfalen bis zum 7. September zu Unregelmäßigkeiten kommen.

In der Schweiz beeinträchtigen Kühlwasserprobleme derweil die Stromproduktion. Weil die Wassertemperaturen in der Aare zu hoch sind, muss das Energieunternehmen Axpo die Produktion im Kernkraftwerk Beznau mit seinen zwei Blöcken mit jeweils 365 Megawatt bis voraussichtlich 12. August drosseln - und zwar jeweils bis zur Hälfte, wie aus einer Notiz der Großhandelsbörse EEX hervorgeht.

(Bericht von Annelie Palmen, Vera Eckert, Michael Hogan, Matthias Inverardi und Rene Wagner, bearbeitet von Hans Seidenstücker, redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)


© Reuters 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BASF SE 1.68%44.155 verzögerte Kurse.-28.53%
EVONIK INDUSTRIES AG 1.45%20.97 verzögerte Kurse.-26.34%
S&P GSCI GRAINS INDEX 0.92%556.2418 Realtime Kurse.8.24%
S&P GSCI HEATING OIL INDEX 0.96%423.3909 Realtime Kurse.49.92%
THYSSENKRUPP AG -0.31%5.882 verzögerte Kurse.-39.26%
UNIPER SE 9.32%7.445 verzögerte Kurse.-82.19%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) 1.32%61.55 verzögerte Kurse.-19.11%
Alle Nachrichten zu BASF SE
12.08.Logistik-Dienstleister rechnet mit Schifffahrtsstopp am Rhein
DP
12.08.MÄRKTE EUROPA/Versöhnlicher Wochenausklang - Flutter fest
DJ
12.08.Aktien Frankfurt Schluss: Positives Ende einer starken Woche
DP
12.08.XETRA-SCHLUSS/DAX scheitert knapp an 13.800er-Marke
DJ
12.08.Schiedsgericht gibt Bayer in Vertragsverletzungsklage von BASF Recht
MT
12.08.MÄRKTE EUROPA/Versöhnlicher Wochenausklang - Flutter fliegen
DJ
12.08.DPA-AFX-ÜBERBLICK : UNTERNEHMEN vom 12.08.2022 - 15.15 Uhr
DP
12.08.Aktien Frankfurt: Dax vor starkem Wochenschluss - 13800 Punkte eine 'harte Nuss'
AW
12.08.Bayer muss BASF nach Saatgut-Transaktion keinen Schadenersatz zahlen
RE
12.08.Erfolg im Streit mit BASF und Citi-Studie treiben Bayer an
DP
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen
News auf Englisch zu BASF SE
12.08.Shipping disruption continues as Rhine water levels fall again in Germany
RE
12.08.Arbitral Tribunal Sides With Bayer in Breach of Contract Case from BASF
MT
12.08.Bayer Shares Climb After Arbitration Tribunal Dismisses BASF Claims
DJ
12.08.Bayer welcomes ruling against BASF claim on seed businesses
RE
10.08.Low Rhine water levels threaten Germany's economic growth
RE
10.08.Low Rhine water levels another drain on Germany's economy
RE
10.08.Rhine water falls again in Germany, river shipping costs rise
RE
10.08.BASF AGAIN ACHIEVES ITS PALM COMMITM : 100 percent RSPO-certified palm (kernel) oil source..
PU
10.08.Sika's MBCC acquisition delayed after UK inquiry launched
RE
08.08.Rhine level in Germany falls again, ships only part-loaded
RE
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen auf Englisch
Analystenempfehlungen zu BASF SE
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2022 86 636 Mio 88 830 Mio -
Nettoergebnis 2022 4 907 Mio 5 031 Mio -
Nettoverschuldung 2022 17 123 Mio 17 556 Mio -
KGV 2022 8,08x
Dividendenrendite 2022 7,86%
Marktwert 39 688 Mio 40 693 Mio -
Marktwert / Umsatz 2022 0,66x
Marktwert / Umsatz 2023 0,69x
Mitarbeiterzahl 110 725
Streubesitz 100%
Chart BASF SE
Dauer : Zeitraum :
BASF SE : Chartanalyse BASF SE | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends BASF SE
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 23
Letzter Schlusskurs 44,16 €
Mittleres Kursziel 56,08 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 27,0%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Martin Brudermüller Chairman-Executive Board
Hans-Ulrich Engel Chief Financial Officer
Kurt Wilhelm Bock Chairman-Supervisory Board
Melanie Maas-Brunner Chief Technology Officer
Alison Jane Carnwath Independent Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
BASF SE-28.53%40 693
SHIN-ETSU CHEMICAL CO., LTD-12.53%53 439
DUPONT DE NEMOURS, INC.-22.38%31 407
PIDILITE INDUSTRIES LIMITED6.57%16 754
FMC CORPORATION2.17%14 141
SASOL LIMITED38.36%13 855