1. Startseite
  2. Aktien
  3. Deutschland
  4. Xetra
  5. BASF SE
  6. News
  7. Übersicht
    BAS   DE000BASF111   BASF11

BASF SE

(BASF11)
  Bericht
Realtime-Estimate Tradegate  -  15:51 16.08.2022
44.11 EUR   +0.11%
14:19Warburg Research senkt Ziel für BASF auf 60 Euro - 'Buy'
DP
10:40Bayer setzen sich von jüngstem Zwischentief nach oben ab
DP
15.08.ANALYSE/JPMORGAN : Gasumlage belastet Chemiekonzerne
DP
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

Bundesregierung stellt sich auf weitere Eskalation am Gasmarkt ein

24.06.2022 | 10:19
ARCHIV: Gesamtansicht des Reichstagsgebäudes in Berlin, Deutschland, 7. Dezember 2021. REUTERS/Michele Tantussi

Berlin (Reuters) - Bundesregierung und Netzagentur stellen sich angesichts der bereits deutlich reduzierten Gaslieferungen aus Russland auf schwere Monate ein.

Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte dem "Spiegel" laut Vorabbericht vom Freitag, es laufe auf eine Gasmangellage hinaus, selbst wenn die Lieferungen so wie jetzt blieben. "Es wird auf jeden Fall knapp im Winter." Der Grünen-Politiker hatte am Donnerstag bereits die Alarmstufe ausgerufen. Netzagentur-Präsident Klaus Müller geht von weiteren deutlichen Preiserhöhungen aus.

Ökonomen befürchten eine schwere Rezession, sollte die Lage weiter eskalieren. Habeck sagte dem "Spiegel", sollte Gas fehlen, müssten bestimmte Industriebereiche abgeschaltet werden. Ab dem 11. Juli wird die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 gewartet, vermutlich für etwa zehn Tage. Habeck sagte RTL, es sei möglich, dass Russland nach dem Wartungsintervall gar kein Gas mehr liefere.

In der ARD sagte der Vize-Kanzler, ein Dominoeffekt sei möglich. "Das Risiko, dass Energieversorger möglicherweise in eine ökonomische Lage kommen, wo sie nicht mehr Geld am Markt aufnehmen können, um Gas einzukaufen" sei hoch. Es müsse verhindert werden, dass sie aus dem Markt rausfielen. Müller rechnet "Stand heute" nicht mit Pleiten von Stadtwerken, wie er im ZDF sagte. Die Lage sei angespannt, die Gasversorgung aber noch stabil.

Selbst bei komplett gefüllten Gasspeichern würde Deutschland ganz ohne Lieferungen aus Russland nur zweieinhalb Monate auskommen. Das gelte für einen durchschnittlich kalten Winter. Daraus folge, Deutschland brauche zusätzliche Lieferanten und müsse auch Gas einsparen. Die Speicher sind derzeit nicht einmal zu 60 Prozent gefüllt.

MASSIVE PREISERHÖHUNGEN ERWARTET

"Schon jetzt werden die Gaspreissteigerungen des letzten Herbstes weitergegeben", sagte Müller in der ARD. "Das ist knapp plus 30, plus 50, teilweise plus 80 Prozent." Seit dem Herbst habe sich der Gaspreis versechsfacht. Das seien riesige Preissprünge, die zwar nicht alle eins zu eins an die Verbraucher weitergegeben würden. "Aber Verdoppeln bis Verdreifachen kann je nach Gebäudehülle durchaus drin sein. Und darum sind alle so dringlich." Habeck sagte RTL, eine Verdreifachung von Gasrechnungen sei nicht auszuschließen. "Ja, das ist im Bereich des Möglichen." Es komme eine Preiswelle auf Deutschland zu, die faktisch nicht mehr abzuwenden sei.

Die von Habeck ausgerufene Alarmstufe ist die zweite von drei Eskalationsstufen im Notfallplan Gas. Mit der Alarmstufe soll Experten zufolge der Ernst der Lage verdeutlicht werden - mit dem Ziel, möglichst viel Energie freiwillig einzusparen. Die erste Stufe, die Frühwarnstufe, galt seit Ende März, also gut vier Wochen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, der die Energiepreise in die Höhe getrieben hat.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will die energieintensive Industrie auch in den kommenden zwei Jahren um mehrere Milliarden entlasten. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Papier. Dabei geht es um den "Spitzenausgleich", über den energieintensive Betriebe sich einen Teil ihrer Strom- und Energiesteuern erstatten lassen können - und um die allgemeine Steuerentlastung, die energieintensive Unternehmen für ihren gesamten Energie- und Stromverbrauch erhalten. Beide Regelungen würden eigentlich zum Jahresende auslaufen. Lindner aber will sie verlängern, für die Jahre 2023 und 2024. "Um unseren Wohlstand zu sichern, muss energieintensive Produktion weiter möglich sein in Deutschland", sagte er der Zeitung. Deshalb garantiere man den betroffenen Unternehmen Planungssicherheit. Laut Ministerium profitieren vom Spitzenausgleich etwa 9000 Firmen, von der allgemeinen Entlastung 33.000 Betriebe.


© Reuters 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BASF SE 0.31%44.265 verzögerte Kurse.-28.68%
E.ON SE 0.09%9.382 verzögerte Kurse.-23.18%
RWE AG 1.70%43.11 verzögerte Kurse.18.65%
UNIPER SE -2.00%7.63 verzögerte Kurse.-81.47%
US DOLLAR / RUSSIAN ROUBLE (USD/RUB) -2.61%60.25 verzögerte Kurse.-17.93%
Alle Nachrichten zu BASF SE
14:19Warburg Research senkt Ziel für BASF auf 60 Euro - 'Buy'
DP
10:40Bayer setzen sich von jüngstem Zwischentief nach oben ab
DP
15.08.ANALYSE/JPMORGAN : Gasumlage belastet Chemiekonzerne
DP
15.08.Kohle und Öl sollen bei Güterzügen Vorrang haben
RE
15.08.Rhein-Pegel in Emmerich fällt auf Rekordtief von vier Zentimetern
RE
15.08.UBS belässt BASF auf 'Sell' - Ziel 37 Euro
DP
15.08.Speicher, Gasumlage, Bahn - Regierung bastelt an Notfallplänen
RE
15.08.BASF SE : Veröffentlichung einer Kapitalmarktinformation
EQ
15.08.Bernstein belässt BASF auf 'Outperform' - Ziel 72 Euro
DP
12.08.Logistik-Dienstleister rechnet mit Schifffahrtsstopp am Rhein
DP
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen
News auf Englisch zu BASF SE
15.08.Bayer statement on the decision in the BASF arbitration proceedings
AQ
15.08.Factbox - Why low water levels on the Rhine river hurt Germany's economy
RE
15.08.BASF SE : Release of a capital market information
EQ
12.08.Shipping disruption continues as Rhine water levels fall again in Germany
RE
12.08.Arbitral Tribunal Sides With Bayer in Breach of Contract Case from BASF
MT
12.08.Bayer Shares Climb After Arbitration Tribunal Dismisses BASF Claims
DJ
12.08.Bayer welcomes ruling against BASF claim on seed businesses
RE
10.08.Low Rhine water levels threaten Germany's economic growth
RE
10.08.Low Rhine water levels another drain on Germany's economy
RE
10.08.Rhine water falls again in Germany, river shipping costs rise
RE
Mehr Nachrichten, Analysen und Empfehlungen auf Englisch
Analystenempfehlungen zu BASF SE
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2022 87 054 Mio 88 640 Mio -
Nettoergebnis 2022 4 922 Mio 5 012 Mio -
Nettoverschuldung 2022 16 838 Mio 17 145 Mio -
KGV 2022 8,03x
Dividendenrendite 2022 7,87%
Marktwert 39 599 Mio 40 321 Mio -
Marktwert / Umsatz 2022 0,65x
Marktwert / Umsatz 2023 0,68x
Mitarbeiterzahl 110 725
Streubesitz 100%
Chart BASF SE
Dauer : Zeitraum :
BASF SE : Chartanalyse BASF SE | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends BASF SE
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 23
Letzter Schlusskurs 44,06 €
Mittleres Kursziel 55,61 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 26,2%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Martin Brudermüller Chairman-Executive Board
Hans-Ulrich Engel Chief Financial Officer
Kurt Wilhelm Bock Chairman-Supervisory Board
Melanie Maas-Brunner Chief Technology Officer
Alison Jane Carnwath Independent Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
BASF SE-28.68%40 321
SHIN-ETSU CHEMICAL CO., LTD-11.04%54 561
DUPONT DE NEMOURS, INC.-22.38%31 407
PIDILITE INDUSTRIES LIMITED6.57%16 779
FMC CORPORATION1.91%14 106
SASOL LIMITED37.84%13 675