Von Ian Walker und Joe Hoppe

LONDON (Dow Jones)--Astrazeneca ist im zweiten Quartal wegen hoher Belastungen durch Wechselkurse unter dem Strich in die roten Zahlen gerutscht. Der schwedisch-britische Pharmariese hob bei Vorlage der Zwischenbilanz allerdings die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Ferner wurde ein Nachfolger für die Nachfolge von CEO Leif Johansson benannt. Michel Demare soll Astrazeneca führen, wenn Johansson im April 2023 in den Ruhestand tritt.

Angesichts der bisherigen Entwicklung vor allem wegen der im Vergleich zum Vorjahr unerwartet hohen Umsätze mit Covid-19-Medikamenten rechnet Astrazeneca nun mit einem Wachstum im unteren 20-Prozent-Bereich, während bislang ein Anstieg im oberen 10er-Bereich angepeilt worden war.

Astrazeneca wies für das Quartal einen Nettoverlust von 372 Millionen US-Dollar aus, verglichen mit einem Nettogewinn von 1,19 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Umsatz stieg von 8,22 auf 10,77 Milliarden Dollar, wobei das Wachstum auf alle Bereiche sowie auf die im Juli 2021 abgeschlossene Übernahme von Alexion zurückzuführen ist. Der Factset-Konsens lag bei 10,45 Milliarden Dollar.

Der Kerngewinn pro Aktie - eine der bevorzugten Kennzahlen des Unternehmens - stieg im Quartal auf 1,72 Dollar, verglichen mit 0,90 Dollar im Vorjahr und einem Konsens von 1,57 Dollar. Astrazeneca bestätigte, dass es ein Wachstum des Kerngewinns pro Aktie im mittleren bis hohen 20er Prozentbereich erwartet.

Der Vorstand erhöhte seine Zwischendividende auf 93 Cent pro Aktie, verglichen mit 90 Cent für das erste Halbjahr 2021.

Kontakt zu den Autoren: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/rio/jhe

(END) Dow Jones Newswires

July 29, 2022 04:56 ET (08:56 GMT)