Die niederländische Staatsanwaltschaft fordert eine vierjährige Gefängnisstrafe für einen ehemaligen Mitarbeiter des Computerchip-Ausrüsters ASML, dem vorgeworfen wird, Unternehmensgeheimnisse gestohlen und an einen russischen Käufer verkauft zu haben. Das berichtete das niederländische Nachrichtenportal NOS Nieuws am Donnerstag.
Der russische Verdächtige, German Aksenov, der sich seit August 2023 in Untersuchungshaft befindet, bestritt vor Gericht, ein russischer Spion zu sein. Er erklärte, er habe vertrauliche Dokumente lediglich aufbewahrt, um sein berufliches Wissen zu erhalten, so NOS Nieuws weiter.
Weder die niederländische Staatsanwaltschaft noch ASML waren für eine Stellungnahme zunächst erreichbar.
Bereits im Februar hatten die Ermittler mitgeteilt, dass der 43-jährige Aksenov Kontakt zum russischen Geheimdienst FSB gehabt habe. ASML und der Chiphersteller NXP, bei dem Aksenov ebenfalls tätig war, erklärten, sie gingen nicht davon aus, dass Aksenov Informationen verkauft habe, die ihren Geschäften ernsthaften Schaden zufügen könnten.
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