Einem Bericht des Sunday Telegraph zufolge erwägt die Ashtead Group plc (LSE:AHT), ihr Geschäft von der Londoner Börse (LSE) zu nehmen und stattdessen in New York an die Börse zu gehen. Die Gruppe vermietet Industrie- und Baumaschinen wie Bagger, Kräne und Gerüste. Außerdem investiert es unter anderem in Flüssigerdgasanlagen (LNG) sowie in Fabriken für Batterien und Elektrofahrzeuge.

Ashtead erwirtschaftet bereits einen beträchtlichen Teil seiner Gesamteinnahmen in den USA und hat somit bereits die Voraussetzungen für eine solche Verlagerung geschaffen. Neben den USA verfügt Ashtead auch in Kanada über ein ausgedehntes Netzwerk und ein etabliertes Geschäft, so dass das Unternehmen auf dem nordamerikanischen Markt insgesamt eine starke Position einnimmt. Seine Tochtergesellschaft Sunbelt Rentals wird in den USA besonders geschätzt.

Als zweitgrößter Vermieter von Baumaschinen im Land gilt sie als entscheidend für den Erfolg des US-Bausektors. Obwohl eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen wurde, prüft die Gruppe Berichten zufolge die Vor- und Nachteile einer solchen Verlagerung. Derzeit ist die Ashtead Group etwa 24,6 Milliarden Pfund wert.

Sollte sich das Gerücht bewahrheiten, wäre das ein weiterer Schlag für den offenbar kränkelnden britischen Aktienmarkt. Ashtead hat in den letzten Monaten wiederholt erklärt, dass es nicht plane, das Vereinigte Königreich zu verlassen. CEO Brendan Horgan wurde mit den Worten zitiert: "Ich ziehe es vor, mich auf das Wachstum des Unternehmens zu konzentrieren.

Das ist der einzige sichere Weg, um für alle unsere Stakeholder einen Mehrwert zu schaffen, das ist es, was mich morgens aufstehen lässt und das ist unsere Motivation. Bereits im März sagte Horgan bei der Vorlage der ungeprüften Ergebnisse für die neun Monate und das dritte Quartal bis zum 31. Januar 2024: "Unsere Endmärkte in Nordamerika sind nach wie vor robust und weisen eine gesunde Nachfrage auf, die in den USA durch die zunehmende Zahl von Megaprojekten und die jüngsten Gesetzesinitiativen unterstützt wird. "Wir befinden uns in einer Position der Stärke und verfügen über die operative Flexibilität und die finanzielle Kapazität, um die Chancen zu nutzen, die sich aus diesen Marktbedingungen und den laufenden strukturellen Veränderungen ergeben".