(Reuters) - Amazon hat eine neue Künstliche Intelligenz (KI) für Geschäftskunden vorgestellt.

Die KI mit dem Namen Q kommt in Form eines Chatbots daher, wie der US-Konzern am Dienstag auf seiner jährlichen Cloud-Messe in Las Vegas erklärte. Demnach soll Q die Produktivität steigern, etwa indem sie Dokumente und Support-Tickets zusammenfasst. Der Chef der Cloud-Tochter AWS, Adam Selipsky, gab zudem ein neues Angebot bekannt, um unerwünschte Erzeugnisse der KI zu blockieren. "Eine Bank könnte zum Beispiel einen Online-Assistenten so konfigurieren, dass er keine Anlageberatung anbietet." Q soll auch vertrauliche Informationen von Mitarbeitern fernhalten können, die keinen berechtigten Zugang dazu haben.

Die KI wurde etwa ein Jahr nach ChatGPT des Microsoft-Partners OpenAI vorgestellt. Sie hatte der generativen KI zu einem weltweiten Durchbruch verholfen. Auch andere Konzerne wie die Google-Mutter Alphabet haben KI-Chatbots angekündigt, mit denen der Benutzer in einen Dialog treten kann. Zahlreiche Aspekte der neuen Technologie sind dabei noch ungeklärt, etwa ob die Erzeugnisse der KI gegen das Urheberrecht verstoßen. Amazon kündigte dazu am Dienstag an, die Nutzer ihrer KIs vor entsprechenden Klagen abzusichern.

(Bericht von Greg Bensinger; Geschrieben von Scot W. Stevenson; Redigiert von Birgit Mittwollen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)