Google wird seine Cloud-Computing-Dienste für die US-Regierung stark rabattieren. Ein entsprechender Vertrag könnte laut einem Bericht der Financial Times bereits in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund der Bemühungen von Präsident Donald Trump, umfassende Maßnahmen zur Senkung der staatlichen Ausgaben umzusetzen.

Wie das Wall Street Journal vergangene Woche berichtete, wird Oracle den Bundesbehörden einen Rabatt von 75% auf seine lizenzbasierten Softwareprodukte sowie einen "beträchtlichen" Nachlass auf seine Cloud-Dienste bis Ende November gewähren.

Dem Bericht der Financial Times zufolge wird erwartet, dass Googles Cloud-Vertrag ähnliche Konditionen bieten wird. Dies habe ein ranghoher Vertreter der General Services Administration (GSA) gegenüber der Zeitung erklärt. Zudem werde mit vergleichbaren Rabatten von Microsofts Azure und Amazon Web Services gerechnet.

"Jedes einzelne dieser Unternehmen ist voll und ganz an Bord, sie verstehen die Mission", sagte der GSA-Vertreter der Zeitung. "Wir werden mit allen vier Anbietern zu einer Einigung kommen."

Reuters konnte den Bericht bislang nicht unabhängig bestätigen.

Google und die General Services Administration reagierten außerhalb der regulären Geschäftszeiten nicht sofort auf Anfragen von Reuters.

Bereits im April hatte Google zugestimmt, US-Bundesbehörden bis zum 30. September einen Rabatt von 71% auf sein Business-Apps-Paket zu gewähren. Sollte dieses Angebot regierungsweit angenommen werden, könnten dadurch Einsparungen von bis zu zwei Milliarden US-Dollar erzielt werden.