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ANALYSE/Griechische Banken kriegen beim Abbau fauler Kredite endlich die Kurve

09.12.2020 | 12:52

Von Margot Patrick

ATHEN (Dow Jones)--Griechenlands Banken entlegen sich mit einem radikalen Schnitt ihrer notleidenden Kredite. Im Frühjahr hatte die Corona-Pandemie die Pläne der griechischen Banken, die faulen Kredite abzustoßen, die seit der Eurozonen-Krise vor einem Jahrzehnt in ihren Büchern schlummern, vorübergehend zunichte gemacht. Doch Stimuli von Zentralbanken und Regierungen rund um den Globus haben Fonds, die solch notleidende Kredite aufkaufen, mit frischem Geld ausgestattet, und die griechischen Banken, die zu den schwächsten Kreditinstituten Europas gehören, ihre Sanierungsbemühungen wieder aufnehmen lassen.

Ende November hatte die Alpha Bank, eine der vier größten Banken Griechenlands, mitgeteilt, sich in der letzten Phase des Verkaufs eines Portfolios notleidender Kredite im Volumen von 10,8 Milliarden Euro zu befinden. Käufer ist die US-Investmentfirma Davidson Kempner Capital Management. Die Transaktion wäre die bislang größte dieser Art in Griechenland. Daneben wollen auch die National Bank of Greece und die Piraeus Bank jeweils rund 7 Milliarden Euro an faulen Krediten losschlagen.

"Herkules" soll es richten 

All diese drei Transaktionen sollen unter dem Projekt namens Herkules laufen, mit dem der griechische Staat die heimischen Banken dabei unterstützt, sich ihrer faulen Kredite zu entledigen. Als Erstes machte die Eurobank im Juni von dieser Möglichkeit Gebrauch und wurde im Zuge dessen 7,5 Milliarden Euro an Problemkrediten los - und bereitete damit den Weg für seine Wettbewerber, wie Eurobank-Chef Fokion Karavias sagte.

Das Vermächtnis der Eurozonen-Krise hat viele Investment-Giganten wie Pimco, Cerberus und Apollo auf den Plan gerufen, die den Banken oftmals mit Immobilien besicherte notleidende Kredite für wenig Geld abkauften. Daraus entstand die Anlageklasse der NPL-Fonds, die hauptsächlich an institutionelle und reiche Privatanleger vermarktet wurden.

Auch in Irland, Spanien und Italien sind die Banken auf diesem Wege ihre faulen Kredite los geworden. In Griechenland dauert dieser Prozess deutlich länger, weil das Land länger brauchte, um sich zu erholen, und Regierung und Banken Möglichkeiten erarbeiteten, um Investoren anzulocken. Daraus ging im vergangenen Jahr das sogenannte Herkules-Projekt hervor. In Anlehnung an ein ähnliches Programm in Italien verkaufen die Banken notleidende Kredite (non performaning loans - NPLs) gebündelt an Zweckgesellschaften, die diese wiederum Investoren anbieten. Für die sichersten Tranchen garantiert der griechische Staat gegen Gebühr.

Corona-Krise verzögert NPL-Abbau 

Dieser Schritt ist für Griechenland umso wichtiger, da die Banken des Landes auf dem größten Berg fauler Kredite in der ganzen EU sitzen. Anfang des Jahres waren rund 35 Prozent der Kredite in den Bankenbilanzen Ausfall gefährdet. Schreitet der Abbau dank Herkules gut voran, könnten es demnächst nur noch gut 20 Prozent sein. Zum Vergleich: Der EU-weite Durchschnitt liegt bei unter 3 Prozent.

Zwar hat die Covid-19-Pandemie für Verzögerungen gesorgt, Bankenchefs, Berater und Ratingagenturen sind sich jedoch gleichermaßen sicher, dass das Gros der Transaktionen im ersten Quartal nächsten Jahres abgeschlossen sein dürfte. Der Markt normalisiert sich, und damit kommt auch der Appetit internationaler Investoren zurück, wie Analyst Lito Chousiada von DBRS Morningstar sagt.

Der Abbau der faulen Kredite in den Bankenbilanzen markiert einen Wendepunkt für die griechische Wirtschaft, die inmitten der Corona-Krise immer noch dabei ist, sich von der längsten und schwersten Rezession der jüngsten Geschichte zu erholen. Infolge der Coronavirus-Pandemie erwarten die griechischen Banken neue faule Kredite von rund 5 Milliarden Euro. Das ist jedoch ein Klacks im Vergleich zu den 61,3 Milliarden Euro, unter denen die Banken noch Mitte des Jahres ächzten. Abgesehen davon dürften die Banken in der aktuellen Krise von ihrer jahrelangen Erfahrung im Umgang mit säumigen Kunden profitieren.

Banken wollen zurück zur Normalität 

Nikos Koutsogiannis, Finanzchef der kleinen Attica Bank, der den Anteil fauler Kredite bei seinem Institut bereits auf rund 45 Prozent von 62 Prozent senken konnte, will die Quote im nächsten Jahr durch weitere Verbriefungsaktionen in den einstelligen Bereich drücken. Attica wolle Kapital frei machen für neue Unternehmenskredite. "Wir haben als Feuerwehrleute gearbeitet und Feuer gelöscht, aber am Ende des Tages müssen Banken wieder zum Bankengeschäft zurückkehren", brachte es Koutsogiannis auf den Punkt.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DGN/brb/cbr

(END) Dow Jones Newswires

December 09, 2020 06:51 ET (11:51 GMT)

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