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Portrait de Richard Branson
Geburtstag : 18.07.1950
Geburtsort : Shamley Green (Surrey) - Vereinigtes Königreich
Wohnsitz : Vereinigtes Königreich

Biografie von Richard Branson 
Richard Charles Nicholas Branson OBE (* 18. Juli 1950 in Blackheath, London) ist ein britischer Unternehmer und Ballonfahrer. Er lebt in London auf seinem Landsitz in Oxfordshire und auf seiner 30 Hektar großen Privatinsel Necker Island, die zu den Britischen Jungferninseln gehört. Branson, der mit einem Vermögen von 4,2 Milliarden US-Dollar (Stand: 15. März 2012) von Forbes Magazine als Milliardär gelistet wird Im Dezember 2009 stellte er das SpaceShipTwo vor, ein Raumschiff für private Kurzausflüge ins All.

Ende 2009 beteiligte sich Branson an dem britischen Rennstall Manor Grand Prix, der einen Startplatz für die Formel-1-Saison 2010 erhalten hatte. Der Rennstall trat 2010 unter der Bezeichnung Virgin Racing und 2011 als Marussia-Virgin an. In beiden Jahren beendete das Team die Weltmeisterschaft auf dem letzten Platz der Konstrukteurswertung.

Soziales und ökologisches Engagement
Neben den kommerziellen gründete Richard Branson auch karitative Unternehmen wie die Virgin Healthcare Foundation, die sich insbesondere für AIDS-Prophylaxe und für die Einschränkung von Werbung und Sponsoring von Tabakfirmen im Sport engagiert.

Für seine Leistungen als Unternehmer („services to entrepreneurship“) wurde Branson im Dezember 1999 zum Knight Bachelor ernannt und von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Er darf seither den Titel „Sir“ im Namen führen.

Am 21. September 2006 kündigte Branson an, dass er künftig rund drei Milliarden Dollar in erneuerbare Energien investieren will. 2010 stellte seine Non-Profit-Organisation Carbon War Room die Datenbank Shippingefficiency vor, die Treibhausgase vermeiden helfen soll.

Im Frühling 2011 stellte Branson das Tauchboot Virgin Oceanic vor, mit dessen Hilfe bis zu den tiefsten Stellen der irdischen Ozeane – wie etwa dem Marianengraben – hinabgetaucht werden soll. Er selbst will den Puerto-Rico-Graben besuchen, den tiefsten Ort im Atlantik.

Für seine Unterstützung der Präsidentin von Costa Rica bei der Verbesserung des Schutzes von Haien in Mittelamerika wurde ihm 2013 durch die Organisation Sharkproject der Award 'SharkGUARDIAN of the Year' verliehen.

Freizeit
Darüber hinaus unternahm Branson auf der Suche nach dem „ultimativen Abenteuer“ mehrere Weltrekordversuche in verschiedenen Disziplinen:

  • 1986: Schnellste Atlantiküberquerung per Schiff mit der „Virgin Atlantic Challenger II“
  • 1987: Erste Heißluftballonüberquerung des Atlantiks mit dem „Virgin Atlantic Flyer“
  • 1991: Erste Heißluftballonüberquerung des Pazifiks mit dem „Virgin Pacific Flyer“
  • 1995–1998: Mehrere Versuche, die Erde per Ballon zu umrunden. 1998 gelang ihm schließlich ein Rekordflug von Marokko ostwärts bis nach Hawaii, er musste den Flug aber dort wegen schlechten Wetters abbrechen. Im Rennen um die Welt unterlag er 1999 schließlich Bertrand Piccard und Brian Jones, half diesen aber in sehr sportlicher Manier, als sie Probleme mit Ãœberfluggenehmigungen für Iran, Irak und China bekommen hatten; Branson hatte seinen Versuch bereits beim Start in der marokkanischen Wüste abbrechen müssen.
  • 2004: Schnellste Ãœberquerung des Ärmelkanals mit einem Amphibienfahrzeug.
  • 2012: Ältester, der den Ärmelkanal mittels Kitesurfen überquert (sein Sohn war der schnellste Kitesurfer).

Auch startete er 2004 die Fernsehrealityshow The Rebel Billionaire, die ein ähnliches Konzept hatte wie The Apprentice von Donald Trump. Die Bewerber in seiner Show konkurrierten um einen Job im „Virgin Empire“.

In der Serie Friends spielte er einen Andenkenhändler in London (4. Staffel, 23. Folge). Er spielte sich selbst in einer Folge von Baywatch. 2004 hatte er einen Cameo-Auftritt in dem Film In 80 Tagen um die Welt (in Paris wird ihm ein Heißluftballon entwendet), ebenso 2006 als Co-Sponsor in dem James-Bond-Film Casino Royale als Passagier an der Fluggastkontrolle. 2010 spielte er sich selbst in der TV-Serie Entourage.

Im Juli 2011 ging Richard Branson beim London Triathlon, der von Virgin Active gesponsert wurde, als Staffelteilnehmer im Schwimmen an den Start.

Am 22. August 2011, als der Hurrikan Irene tobte, wurde Bransons „Great House“ auf Necker Island vom Blitz getroffen; es brannte bis auf die Grundmauern nieder, Anwesende kamen nicht zu Schaden. Die für Dezember geplante Hochzeit seiner Tochter mit Freddie Andrewes fand wie geplant auf Necker Island statt.

Infolge einer verlorenen Wettschuld servierte Branson am Samstag, den 11. Mai 2013 während des AirAsia-Fluges von Perth nach Kuala Lumpur Getränke. Dazu ließ er sich die Beine rasieren, zog eine rote Stewardess-Uniform an und erhielt ein auffälliges Make-up. Der Erlös aus dem Flug wurde der australischen 'Starlight Foundation' gespendet, die kranke Kinder unterstützt.

Trivia
Auf dem Album Amarok des Musikers Mike Oldfield findet sich ein gemorster „Abschiedsgruß“ an den Inhaber seiner bisherigen Plattenfirma: „Fuck off rb“. Mit RB ist Richard Branson, der Besitzer von Virgin Records, gemeint.

Veröffentlichungen
Branson veröffentlichte auch einige Bücher:

  • Business ist wie Rock 'n' Roll. Die Autobiographie des Virgin-Gründers. (Original Losing my Virginity.) Aus dem Englischen von Patricia Künzel. Campus-Verlag, Frankfurt/Main 1999, ISBN 3-593-36169-8
  • Sir Richard Branson, the Autobiography. Aufgezeichnet von Karen Holmes. Pearson Education, Harlow 2002, ISBN 0-582-51224-7
  • Screw it, let's do it. Lessons in life. Virgin, London 2006, ISBN 0-7535-1099-5

** Geht nicht, gibt's nicht. Börsenmedien, Kulmbach 2009, ISBN 978-3-938350-89-8 (Übersetzung von Screw it, let's do it durch Christina Jacobs)

  • Business Stripped Bare. Virgin Books, London 2008, ISBN 978-0-7535-1502-0
  • Screw Business as Usual. Random House UK, London 2011, ISBN 978-0-7535-3979-8

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1999: Knight Bachelor (Ritterschlag)
  • 2010: Deutscher Medienpreis
  • Branson wird in der „Think Different“-Kampagne von Apple gewürdigt
  • 2013: Ehrendoktor, Technische Universität Kaunas

Literatur

  • Tom Bower: Branson. Fourth Estate, London 2001, ISBN 1-84115-400-8
  • Colin Prescott: To the Edge of Space. The Adventures of a Balloonist, mit Richard Branson. Box Tree, London 2000, ISBN 0-7522-1865-4

Source @ Wikipedia
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