Frankfurt, 20. Apr (Reuters) - Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie plant massive Investitionen in industrielle Künstliche Intelligenz (KI). Mehr als die Hälfte der Unternehmen wolle zwischen zehn und 25 Prozent ihrer Gesamtinvestitionen für diese Technologie aufwenden, ergab eine am Montag veröffentlichte Erhebung des Branchenverbands ZVEI anlässlich der Hannover Messe. "Technologisch herrscht Aufbruchstimmung", sagte ZVEI-Präsident Gunther Kegel. Fast jedes zweite Unternehmen setze industrielle KI bereits produktiv ein. Die Mehrheit der Betriebe gehe zudem davon aus, dass sich die Ausgaben nach spätestens ein bis zwei Jahren auszahlen.
Um das volle Potenzial der Technologie im Wettbewerb mit China auszuschöpfen, forderte Kegel eine praxistauglichere Regulierung. Er halte zusätzliche Gesetze für industrielle KI für vorerst überflüssig. Denn die Sicherheit der Produkte werde über zahlreiche anderweitige Normen gewährleistet. Nur wenn Lücken erkennbar würden, sollten zusätzliche Gesetze verabschiedet werden. Parallel dazu bekräftigte Siemens-Chef Roland Busch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg seine Kritik am "AI Act". Ohne Veränderungen werde der Technologiekonzern seine geplanten KI-Investitionen von einer Milliarde Euro vorrangig in die USA und nach China leiten.
Trotz dieser Hürden und der geopolitischen Belastungen rechnet der ZVEI nach drei Krisenjahren für 2026 wieder mit einem Aufschwung. Der Verband erwarte ein reales Produktionsplus von zwei Prozent, sofern sich die Lage im Iran-Krieg im zweiten Quartal normalisiere. Bislang lägen die Auftragseingänge über den Vorjahreswerten. Zudem gewinne der europäische Binnenmarkt an Bedeutung, betonte Kegel. Dieser wachse überdurchschnittlich, während das Geschäft mit dem Rest der Welt schwieriger werde.
Neben der KI sieht der Verband in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ein weiteres strategisches Wachstumsfeld. Da moderne Waffensysteme zunehmend auf Elektronik und Software basierten, steige der Elektronikanteil an Rüstungsgütern kontinuierlich, hieß es. Um zivilen Technologieunternehmen den Einstieg in diesen stark regulierten Markt zu erleichtern, hat der ZVEI eine neue Plattform gegründet. Der ZVEI-Geschäftsführer Wolfgang Weber forderte in diesem Zusammenhang eine Modernisierung des staatlichen Beschaffungswesens. Dieses müsse flexibler und schneller werden, um auf die Fähigkeiten der Industrie frühzeitig zurückgreifen zu können.
(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
Siemens AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Elektro-und Elektronikgeräten. Der Umsatz ist wie folgt auf die verschiedenen Produktfamilien verteilt:
- medizinische Geräte (29,6%): Systeme für die medizinische Bildgebung, Labordiagnostik und Hörgerätesysteme usw.;
- Lösungen für smarte Gebäude und Infrastrukturen (28,7%): Lösungen für den Energiewandel, Produkte der Klimatechnik (Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen), Gebäudesicherheitssysteme (Brandmelde- und Brandschutzsysteme, Zugangskontrollsysteme, Videoüberwachung und Einbruchmeldeanlagen usw.), technische Gebäudemanagementsysteme usw.;
- Digitale Industrieausrüstungen (22,1%): automatisierte Produktions-, Montage-, Logistik- und Überwachungssysteme usw.;
- Mobilitätslösungen und -systeme (15,8%): Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierungssysteme, Bahnelektrifizierungssysteme, digitale und cloudbasierte Lösungen usw.
Der restliche Umsatz (3,8%) wird insbesondere mit Finanzaktivitäten erzielt (Leasing, Ausrüstungs- und Projektfinanzierung, Finanzberatungsleistungen usw.).
Geographisch gesehen verteilt sich der Umsatz wie folgt: Deutschland (14,8%), Europa / Gemeinschaft Unabhängiger Staaten / Afrika / Naher Osten (32%), Vereinigte Staaten (28%), Amerika (4,6%), China (9,1%), Asien und Australien (11,5%).
Dieses Super-Rating ist das Ergebnis eines gewichteten Durchschnitts der Rankings nach den Ratings Bewertung (Composite), EPS-Revisionen (4 Monate) und Visibilität (Composite). Wir empfehlen Ihnen, die zugehörigen Beschreibungen aufmerksam zu lesen.
Investment
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Dieses Super-Composite-Rating ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt der Bewertungen in den Kategorien Fundamentaldaten (Composite), Bewertung (Composite), BNA-Revisionen für ein Jahr und Ausblick (Composite). Wir empfehlen Ihnen, die dazugehörigen Beschreibungen aufmerksam zu lesen.
Gesamt
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Dieses zusammengesetzte Rating ergibt sich aus dem Durchschnitt der Bewertungen in den Bereichen Fundamentaldaten (zusammengesetzt), Bewertung (zusammengesetzt), Fundamentaldaten-Revisionen (zusammengesetzt), Konsens (zusammengesetzt) und Sichtbarkeit (zusammengesetzt). Das Unternehmen muss in mindestens vier dieser fünf Bewertungskategorien erfasst sein, damit die Berechnung durchgeführt werden kann. Wir empfehlen Ihnen, die zugehörigen Beschreibungen aufmerksam zu lesen.
Qualität der Veröffentlichungen
Qualität der Veröffentlichungen
Dieses zusammengesetzte Rating ergibt sich aus dem Durchschnitt der Bewertungen in den Bereichen Rentabilität (zusammengesetzt), Ertragskraft (zusammengesetzt) und Finanzlage (zusammengesetzt). Damit die Berechnung durchgeführt werden kann, muss das Unternehmen in mindestens zwei dieser drei Bewertungskategorien erfasst sein. Wir empfehlen Ihnen, die zugehörigen Beschreibungen aufmerksam zu lesen.
ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.