DOW JONES--Mit der erwarteten Zurückhaltung sind Europas Börsen am Freitag in den Handel gestartet. Denn erst am Nachmittag wird mit den neuen US-Verbraucherpreisen über den Tagesausgang entschieden. Der DAX steigt um 0,2 Prozent auf 23.852 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,2 Prozent auf 5.908 Zähler. Stützend wirkt die aufkommende Hoffnung, dass Israel den US-Iran-Waffenstillstand nicht durch weitere Angriffe auf den Libanon stört. Sollte es auch dort ruhig werden, dürften die Märkte klar auf Entspannungskurs gehen.

Bei der US-Inflation wird mit einem kräftigen Sprung nach oben auf 3,3 Prozent wegen der gestiegenen Energiepreise gerechnet. Zinssenkungen durch die US-Notenbank werden damit immer unwahrscheinlicher. Auch der wichtige PCE-Inflations-Indikator war am Vortag nur leicht auf 3,0 Prozent zurückgegangen und liegt damit weit über dem Fed-Ziel. In Deutschland legte die Inflation derweil mit 2,8 Prozent auch stärker zu.

In China kletterte die Inflation nur um 1 Prozent, was noch unter Erwartung lag. Mit Freude wird jedoch der Anstieg der Fabrikpreise nach langer Schwächephase vermerkt.

"Wer während der ganzen Zeit investiert geblieben ist, steht gut da", sagte Mark Malek, Chief Investment Officer bei Muriel Siebert & Co. Allerdings könnte der Markt schon wieder versuchen, "sich selbst zu überholen". Alles hänge weiterhin von der Wiederaufnahme des freien Schiffs- und Tankerverkehrs durch die entscheidende Straße von Hormus ab, die am zweiten Tag des US-Iran-Waffenstillstands im Fokus steht. "Die Geschichte ist noch nicht vorbei", sagte Jamie Patton, Co-Leiter für globale Zinsen bei TCW. "Wir haben nur ein neues Kapitel aufgeschlagen."

Kurseinbruch bei Kantinenbetreiber Sodexo

Einen Kurseinbruch von 17 Prozent weisen Sodexo auf. Der französische Catering- und Kantinenbetreiber hat den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Nach Angaben des CEO hat man sogar schlechter abgeschnitten als der Markt und die Wettbewerber. Sodexo rechnet nur noch mit 0,5 bis 1,0 Prozent beim organischen Wachstum nach zuvor 1,5 bis 2,5 Prozent.

Bei Airbus reagiert der Markt recht entspannt auf die aktuellen Auslieferungszahlen und lässt die Aktien unverändert. Die Analysten der Deutschen Bank nennen die Auslieferungen im März aber "enttäuschend". Es seien nur 60 Flugzeuge geliefert worden, was einen Rückgang von 15 Prozent zum Vorjahr darstelle. Im gesamten ersten Quartal seien damit nur 114 Maschinen vom Platz gegangen, dies sei die niedrigste Performance in einem ersten Quartal seit 2009. Es wecke Zweifel an den Jahreszielen.

Mit den Aktien des Triebwerksherstellers MTU geht es als Airbus-Zulieferer um 0,4 Prozent tiefer.

Bei den Reiseaktien wittern Händler erste Reaktionen mit Blick auf einen möglichen Frieden in Nahost. Denn Lufthansa zeigen sich unverändert trotz eines Streiks und Tui steigen sogar um 0,5 Prozent. Besonders für Reiseveranstalter hatte das Ifo-Institut schlechte Nachrichten. Die Reiselust ist stark zurückgegangen. Das Geschäftsklima bei Reisebüros und Reiseveranstaltern brach im März auf minus 41,7 nach minus 14,8 Punkten im Vormonat ein. Der Konflikt belastet vor allem Transitländer nach Asien mit Drehkreuzflughäfen in der Golfregion.


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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   5.908,40   +0,2      12,11        5.896,29            2,0 
Stoxx-50        5.108,84   +0,3      13,01        5.095,83            3,9 
DAX            23.852,03   +0,2      45,04       23.806,99           -2,6 
MDAX           30.112,15   +0,2      59,79       27.039,42           -1,7 
TecDAX          3.533,88   +0,5      16,96        3.091,28           -2,4 
SDAX           17.121,55   +0,5      87,98       13.062,07           -0,3 
CAC             8.264,25   +0,2      18,45        8.245,79            1,4 
SMI            13.198,49   +0,3      38,93       13.159,56           -0,5 
ATX             5.656,84   +0,0       1,32        5.655,52            6,2 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Do, 18:47 Uhr 
EUR/USD           1,1683   -0,1    -0,0016          1,1699         1,1709 
EUR/JPY            186,1   +0,1     0,1600          185,94       185,8600 
EUR/CHF            0,923   -0,2    -0,0014          0,9244         0,9232 
EUR/GBP           0,8702   -0,0    -0,0002          0,8704         0,8707 
USD/JPY           159,27   +0,2     0,3300          158,94       158,7400 
GBP/USD           1,3419   -0,1    -0,0014          1,3433         1,3445 
USD/CNY           6,8322   +0,0     0,0008          6,8314         6,8314 
USD/CNH           6,8318   +0,1     0,0043          6,8275         6,8280 
AUS/USD           0,7059   -0,3    -0,0020          0,7079         0,7085 
Bitcoin/USD    71.680,82   -1,0    -737,41       72.418,23      71.854,26 
 
ROHOEL           zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex          99,89   +2,1       2,02           97,87 
Brent/ICE          97,67   +1,8       1,75           95,92 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            4.754,15   -0,2      -9,47        4.763,62 
Silber             75,46   +0,5       0,38           75,07 
Platin          2.057,88   -2,1     -45,16        2.103,04 
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DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 10, 2026 03:48 ET (07:48 GMT)