In den ersten drei Monaten des Jahres stiegen die Bruttoprämien im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, der wichtigsten Gewinnquelle des Konzerns, um 17 % auf 15,56 Mrd. US-Dollar.
Der vor mehr als 150 Jahren gegründete Versicherer erklärte, auch von der Schwäche des US-Dollars profitiert zu haben. Werden Einnahmen aus anderen Währungen in die Berichtswährung US-Dollar umgerechnet, wirkt sich der Wechselkurseffekt positiv aus und erhöht die ausgewiesenen Zahlen mechanisch.
Zu konstanten Wechselkursen und auf vergleichbarer Basis legten die Bruttoprämien im Schadenversicherungsgeschäft immer noch um 8 % zu.
In seiner Mitteilung erklärte der Versicherer zudem, vom dynamischen Baugeschäft in den USA profitiert zu haben, wo das Volumen um 21 % zulegte. Dieser Bereich erzielt hohe Margen und wird von strukturellen Wachstumstrends wie dem Ausbau von Rechenzentren und Infrastrukturprojekten gestützt.
Auch das Lebensversicherungsgeschäft entwickelte sich besser als erwartet: Die Bruttoprämien stiegen auf berichteter Basis um 5 % auf 9,85 Mrd. US-Dollar.
Solide Kapitalausstattung und klarer Ausblick bis 2027
„Diese Ergebnisse dürften die Sorgen hinsichtlich der Entwicklung von Preisen und Volumina etwas lindern“, erklärte ein Marktteilnehmer.
Die Schweizer Solvenzquote SST (Swiss Solvency Test), die die Risikotragfähigkeit des Unternehmens misst, lag Ende März bei 265 % nach 259 % Ende 2025.
Dank der soliden Kapitalausstattung sieht sich Zurich „gut positioniert“, um dem derzeit unsicheren Umfeld zu begegnen und die Ziele bis 2027 zu erreichen oder sogar zu übertreffen.
Nach den Veröffentlichungen legte die Zurich-Aktie am Mittwochnachmittag an der Börse Zürich um 5,2 % zu und war damit mit Abstand stärkster Wert im SMI, der gleichzeitig um 0,8 % stieg.
Der Konzern, der mehr als 82 Mio. Kunden in über 200 Ländern betreut und 65.000 Mitarbeiter beschäftigt, rechnet damit, die Übernahme des britischen Versicherers Beazley im zweiten Halbjahr abzuschließen.




















