Diese Einschätzungen erfolgen im Vorfeld der Sitzung des Indexkomitees des Börsenbetreibers STOXX am 3. Juni. Nachdem es im März keine Änderungen gegeben hatte, könnten die Entscheidungen dieses Treffens bereits zum Handelsstart am 22. Juni wirksam werden.

Auch Porsche unter Druck

Nach Einschätzung der Deutschen Bank gelten derzeit Zalando und Porsche Automobil Holding als die schwächsten Glieder im DAX. Die Streubesitz-Marktkapitalisierung beläuft sich auf lediglich 4,7 Mrd. Euro beziehungsweise 4,8 Mrd. Euro. Zalando belegt damit sogar den 40. und letzten Platz im Ranking.

Als mögliche Nachrücker nennen die Analysten erneut Lufthansa. Eine Rückkehr der Airline wird seit geraumer Zeit diskutiert, nachdem sie den DAX im Jahr 2020 während der Pandemie nach mehr als drei Jahrzehnten ununterbrochener Mitgliedschaft verlassen musste.

Hochtief Favorit – Lufthansa noch knapp dahinter

Die Rückkehr der nationalen Fluggesellschaft bleibt allerdings unsicher. Zwar rangiert Lufthansa nach den regulatorischen Kriterien für Liquidität und Streubesitz-Marktkapitalisierung auf Platz 34, doch das reicht derzeit noch nicht ganz aus. Für eine beschleunigte Aufnahme muss ein Unternehmen mindestens Rang 33 erreichen.

Deshalb favorisiert die Deutsche Bank eher Hochtief, dessen Profil ausgewogener erscheint. Angetrieben vom Berliner Infrastrukturprogramm hat die Aktie des Baukonzerns in den vergangenen zwölf Monaten um 190 % zugelegt. Zwar beträgt die gesamte Marktkapitalisierung rund 39 Mrd. Euro, doch der Streubesitz liegt lediglich bei 22 % – entsprechend etwa 9 Mrd. Euro. Das genügt dennoch, um Hochtief auf Rang 32 der Zulassungsliste zu heben und damit die Tür zum DAX zu öffnen.

An den Finanzmärkten belasteten diese Perspektiven am Dienstagvormittag gegen 10:15 Uhr vor allem die potenziellen Abstiegskandidaten: Zalando verlor 1,1 %, Porsche Automobil Holding gab 0,6 % nach. Aufseiten der möglichen Aufsteiger legte Hochtief um 0,6 % zu, während Lufthansa leicht um rund 0,5 % nachgab.