Der führende Online-Händler für Mode in Europa hat zudem den Start eines Aktienrückkaufprogramms im Umfang von 300 Millionen Euro angekündigt. Diese Nachricht wurde vom Markt positiv aufgenommen, da Analysten lediglich mit Rückkäufen im Umfang von rund 75 Millionen Euro gerechnet hatten.
In einer am Morgen veröffentlichten Mitteilung erklärte der deutsche Konzern, der inzwischen eine Rekordzahl von 63 Millionen Kunden verzeichnet, dass sein Jahresumsatz 2025 um 17 % auf 12,3 Milliarden Euro gestiegen ist – im Einklang mit dem Konsens. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) legte im gleichen Zeitraum um 16 % auf 591 Millionen Euro zu und übertraf damit die Markterwartungen von 580 Millionen Euro.
Besonders das vierte Quartal beeindruckte die Investoren. Der Umsatz stieg um 23 %, das bereinigte EBIT erreichte 262 Millionen Euro gegenüber erwarteten 253 Millionen Euro. Die operative Marge lag bei 6,4 % und damit ebenfalls über den Prognosen der Analysten, die von 6,2 % ausgegangen waren.
Nach Einschätzung der Analysten von Jefferies, die die Aktie mit „Kaufen“ empfehlen, dürften diese über den Erwartungen liegenden Ergebnisse das Vertrauen der Investoren in den Titel weiter stärken.
„Nach der jüngsten Phase mit erheblicher Volatilität, geprägt von wirtschaftlichen Gegenwinden (Auswirkungen der KI und stark gestiegene Ölpreise), bestätigt diese starke Entwicklung zum Jahresende unsere Investmentthese, wonach das Unternehmen ein solides Gewinnwachstum und eine außergewöhnlich gute Visibilität bei den künftigen Cashflows bietet“, kommentiert der US-Broker.
Mit KI will Zalando den nächsten Wachstumsschritt gehen
Für 2026 erwartet Zalando eine weitere Beschleunigung seiner Ergebnisse. Das Unternehmen rechnet mit einem bereinigten operativen Gewinn (EBIT) zwischen 660 und 740 Millionen Euro bei einem Umsatzwachstum von 12 bis 17 %.
Langfristig bestätigte der Konzern zudem sein Ziel eines durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstums von 8 bis 13 % bis 2028. Gleichzeitig soll die operative Marge auf 6 bis 8 % steigen, verglichen mit 4,8 % im vergangenen Jahr. Treiber sollen unter anderem Synergien aus der Übernahme der Plattform About You sein.
Mit Blick auf die jüngste Debatte über die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf den Onlinehandel erklärte das Berliner Unternehmen, dass es sogenannte agentische KI als echten Wachstumsmotor betrachtet. Sie soll sowohl die Kosten durch Automatisierung der Logistik senken als auch die Umsätze steigern – indem bestehende Kunden effizienter angesprochen und neue Kunden dort gewonnen werden, wo sie ihre Produktsuche zunehmend über KI beginnen.
Mit einem Kursplus von 11,96 % zählt die Aktie am Donnerstagmorgen zur drittstärksten Performance im europäischen STOXX 600. Seit Jahresbeginn liegt der Titel jedoch weiterhin mehr als 20 % im Minus.



















