(NEU: Salzgitter)

DOW JONES--Am deutschen Aktienmarkt ist es auch am Dienstag nach unten gegangen. Nachdem der DAX lange Zeit des Tages teils deutlicher im Plus gelegen hatte, kam am Nachmittag Abgabedruck auf, weil die Anleger vorsichtiger wurden im Hinblick auf die erhoffte Annäherung der Kriegsparteien im Nahen Osten. Weiter herrschte Unklarheit, ob die Gespräche überhaupt fortgesetzt werden und das vor dem Hintergrund der am Mittwoch endenden Feuerpause. Entsprechend hielten sich die Ölpreise auf dem jüngst wieder erhöhten Niveau. Am Ende des Tages ging der DAX 0,6 Prozent tiefer mit 24.271 Punkten aus dem Handel.

Weiter eingetrübt zeigten sich die ZEW-Konjunkturerwartungen. Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelten Erwartungen fielen im April unerwartet deutlich. Auch der Index der Lagebeurteilung verschlechterte sich. Die Krise rund um die Straße von Hormus sei ein Belastungsfaktor für die deutsche Wirtschaft, daran hätten weder der Waffenstillstand noch die kurzfristige Hoffnung auf eine Öffnung der Straße von Hormus etwas geändert, kommentierte Christoph Swonke, Konjunkturanalyst der DZ Bank. Öl und Gas blieben weiterhin knapp und teuer. Zudem nähmen die Sorgen um Lieferengpässe in vielen Teilsegmenten zu. Eine zeitnahe und nachhaltige Verbesserung sei nicht in Sicht.

Für Impulse bei Einzelwerten sorgte die allmählich wieder fahrt aufnehmende Berichtssaison. Bei Beiersdorf fiel der organische Umsatzrückgang deutlicher aus als erwartet. Der Haushaltsgüterkonzern bestätigte zwar die Jahresziele, die Analysten von RBC merkten aber an, dass das Unternehmen weiterhin auf ein anhaltend herausforderndes Massenmarktgeschäft verweise. Beiersdorf gaben um 3,5 Prozent nach.

DAX-Schlusslicht waren MTU Aero mit einem Abschlag von 5,8 Prozent auf 311,90 Euro. Außer einer Kurszielsenkung durch Jefferies auf 410 von 480 Euro gab es zu dem Unternehmen keine Nachrichten. Auch Airbus lagen mit minus 3,3 Prozent auffallend schwach im Markt.

Salzgitter gingen 3,1 Prozent fester aus dem Tag. Nach einem unerwartet guten ersten Quartal ist der Stahlhersteller zuversichtlicher für das Gesamtjahr und hob kurz vor Handelsende seine Ergebnisprognose an.

Ebenfalls im MDAX ging es für Redcare Pharmacy um 4 Prozent nach oben. Laut Marktteilnehmern herrscht nach jüngst positiv aufgenommene Erstquartalszahlen des Schweizer Wettbewerber Docmorris Erholungsbedarf in dem Sektor.

Auf breiter Front abwärts ging es für die Kurse im Rüstungssektor. Rheinmetall büßten 3,0 Prozent ein, Hensoldt 4,0 und TKMS 4,7 Prozent.


 
Index           zuletzt  +/- %  +/- % YTD 
DAX              24.271   -0,6       -0,8 
DAX-Future       24.404   -0,9       -0,4 
XDAX             24.253   -0,7       -1,3 
MDAX             31.348   -0,5        2,5 
TecDAX            3.700   -0,3        2,4 
SDAX             18.131    0,3        5,6 
zuletzt               +/- Ticks 
Bund-Future      125,68    -17 
 

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April 21, 2026 12:37 ET (16:37 GMT)