WeRide gab auf der Auto China 2026 eine erweiterte Zusammenarbeit mit Lenovo bekannt, um die grossflächige Kommerzialisierung des autonomen Fahrens auf Level 4 weltweit zu beschleunigen. Ab 2026 planen die beiden Unternehmen, in den darauffolgenden fünf Jahren gemeinsam 200.000 autonome Fahrzeuge, einschliesslich Robotaxis, global einzusetzen. Dies stellt eine der ambitioniertesten Initiativen der Branche zur Skalierung autonomer Mobilität dar. Die Kooperation wird die Entwicklung eines globalen Ökosystems für autonomes Fahren vorantreiben, indem kritische Elemente aus den Bereichen Technologie, Recheninfrastruktur und Lieferkette integriert werden, um die branchenweite Zusammenarbeit und Effizienz zu steigern.

Mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Tests und Betrieb in über 40 Städten in 12 Ländern hat WeRide die branchenweit grösste globale Präsenz im Bereich des autonomen Fahrens aufgebaut, gestützt auf seine fortschrittliche Technologieplattform und ein bewährtes Geschäftsmodell. Lenovo bringt seine Stärken im Bereich Intelligent Computing sowie seine globalen Fertigungs- und Lieferkettenkapazitäten ein und stellt eine robuste KI-Recheninfrastruktur sowie System-Engineering-Expertise für den grossflächigen Flottenbetrieb bereit. Durch die Bündelung ihrer jeweiligen Kompetenzen werden die beiden Unternehmen Schlüsselfunktionen von der Cloud bis zum Fahrzeug vernetzen und so den Einsatz von Physical AI in realen Mobilitätsszenarien beschleunigen.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, treiben Lenovo und WeRide eine skalierbare Technologiebasis für autonomes Fahren voran. Im Juli 2025 brachten Lenovo und WeRide gemeinsam die Hochleistungs-Rechenplattform HPC 3.0 auf den Markt, die erstmals im serienmässig gefertigten WeRide Robotaxi GXR zum Einsatz kam. HPC 3.0 basiert auf Lenovos L4-Domain-Controller AD1 für autonomes Fahren, wird durch das NVIDIA DRIVE AGX Thor System-on-Chip angetrieben und liefert eine KI-Rechenleistung von über 2.000 TOPS.

Die Plattform erfüllt mit ihrem Automotive-Grade-Design und der vollständig redundanten Hard- und Software strenge globale regulatorische Anforderungen und Sicherheitsstandards unter komplexen Strassenbedingungen. Aus Kostensicht reduziert HPC 3.0 die Kosten für das autonome Fahrsystem um 50 % und senkt die Gesamtbetriebskosten (TCO) über den Lebenszyklus im Vergleich zu HPC 2.0 um 84 %, was den Weg für die grossflächige kommerzielle L4-Einführung ebnet. Lenovo unterstützt den Übergang zur Massenvermarktung durch seine Fähigkeiten in den Bereichen Vehicle Computing, Hybrid AI und globale Lieferkettenintegration.

Der AD1-Domain-Controller kombiniert Hochleistungs-KI-Computing mit Automotive-Engineering, um einen stabilen Einsatz in komplexen Umgebungen zu gewährleisten, unterstützt durch ein globales Fertigungs- und Liefernetzwerk. Künftig werden WeRide und Lenovo ihre Zusammenarbeit bei L4-Fahrzeugen, einschliesslich autonomer Minibusse und Reinigungsfahrzeuge, weiter vertiefen. Durch die beschleunigte Integration des autonomen Fahrens in die städtische Mobilität und öffentliche Dienstleistungen streben beide Unternehmen an, intelligente Mobilität weltweit zu skalieren und die nächste Phase der Markteinführung einzuleiten.