Im Jahr 2025 ging der konsolidierte Umsatz von M6 um etwas mehr als 4% auf 1,26 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis belief sich auf 214 Mio. Euro, ein Rückgang von rund 12%. Dennoch hält die Gruppe eine operative Marge von 17%, eine der höchsten der Branche.

„Die Kostenkontrolle hat es uns ermöglicht, unser redaktionelles Angebot zu konsolidieren und unsere Entwicklung im Streaming-Bereich zu beschleunigen, während wir gleichzeitig ein höheres operatives Rentabilitätsniveau als unsere Wettbewerber aufrechterhalten konnten“, erklärt David Larramendy, Vorstandsvorsitzender der M6-Gruppe, in einer Pressemitteilung.

Die Tochter des deutschen Bertelsmann-Konzerns bereitet sich zudem auf die Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft vor, die vom 11. Juni bis 19. Juli stattfindet – ein Ereignis, das die operative Rentabilität vorübergehend beeinträchtigen dürfte. Der Werbeumsatz der Gruppe liegt bei 1 Mrd. Euro, ein Rückgang von 2,8% gegenüber 2024. Im Detail beträgt der Video-Werbeumsatz 884 Mio. Euro, was einem Minus von 3,1% entspricht.

Ein Sparprogramm von 80 Mio. Euro bis 2030

Die Gruppe litt sowohl unter einem ungünstigen Basiseffekt durch die Übertragung der Europameisterschaft 2024 als auch unter einer deutlichen Abschwächung des Video-Werbemarkts ab dem zweiten Quartal, in einem Umfeld globaler makroökonomischer Spannungen und Unsicherheiten in der nationalen Politik.

Das starke Wachstum des Streamings auf der Plattform M6+, deren Einnahmen im Jahresvergleich um 27% stiegen, konnte diesen Rückgang jedoch teilweise abfedern.

Um den Spielraum für weitere Investitionen in Programme und Streaming zu erhalten und „angesichts der aktuellen Entwicklung des Werbemarkts“, kündigt M6 die Einleitung eines Sparprogramms über 80 Millionen Euro bis 2030 an, was einer Kostensenkung von rund 8% entspricht.

„Diese Einsparungen werden hauptsächlich durch die Optimierung der Produktionskosten, die Vereinfachung unserer Prozesse und die Senkung unserer technischen Kosten erzielt“, präzisiert das Unternehmen in einer Mitteilung.

„Das Jahr 2026 wird weiterhin schwierig bleiben, aber die Fußball-Weltmeisterschaft wird den Umsatz stützen – allerdings zu sehr hohen Kosten“, hebt AlphaValue hervor, das seine neutrale Einschätzung der Aktie mit einem angepassten Kursziel von 15 Euro (zuvor 15,5 Euro) bekräftigt.