Dieser Schritt unterstreicht den steigenden Druck durch Gegenwind im US-Impfstoffgeschäft sowie eine ins Stocken geratene Erholung seit seiner Übernahme im Jahr 2019.
Was wissen wir über Garijo?
* Garijo wurde am 31. Juli 1960 in Almansa, Spanien, geboren. Sie ist Fachärztin für klinische Pharmakologie und begann ihre Karriere als praktizierende Ärztin am Krankenhaus La Paz in Madrid. Sie ist Mutter von zwei Töchtern und Anhängerin von Real Madrid.
* Garijo, 65, arbeitete 15 Jahre lang bei Sanofi, wo sie als Vizepräsidentin für Pharma-Operationen in Europa und Kanada sowie als Mitglied des Vorstandes tätig war, teilte das Unternehmen mit.
* Zu ihren Aufgaben zählte die Integration der US-amerikanischen Genzyme-Sparte für seltene Krankheiten von Sanofi.
* Im Jahr 2021 wurde Garijo von der Leiterin der Pharmasparte beim deutschen Pharma- und Spezialmaterialhersteller Merck KGaA zur Vorstandsvorsitzenden der Gruppe befördert und war damit die erste Frau, die die alleinige Führungsposition eines DAX-notierten Unternehmens übernahm.
* Als CEO von Merck KGaA steuerte sie das Unternehmen durch turbulente Märkte, die von der COVID-19-Pandemie erschüttert wurden, sowie durch strategische Übernahmen wie SpringWorks Therapeutics und Portfolioveräußerungen. Sie gehörte zu den Spitzenverdienerinnen unter den Vorständen im DAX.
* Ihr Vertrag mit Merck endet planmäßig. Ihre Bilanz im Pharmageschäft des Unternehmens ist gemischt. Das deutsche Unternehmen erlitt während ihrer Amtszeit zahlreiche Rückschläge bei der Entwicklung neuer Medikamente.
* Garijo war von 2014 bis 2024 auch Mitglied des Verwaltungsrats des französischen Kosmetikkonzerns L'Oreal und sitzt derzeit im Vorstand der spanischen Bank BBVA.
"Sie hat ein deutsches Unternehmen, das in Regeln und Hierarchien feststeckte und sich bei Entscheidungen auf externe Berater verließ, in eine Organisation verwandelt, die von Führungskräften den Mut verlangte, für ihre Entscheidungen einzustehen", sagte Roel Bulthuis, geschäftsführender Gesellschafter bei Syncona Limited, einer an der Londoner Börse notierten Life-Sciences-Investmentgesellschaft. "Ich bin ein großer Fan."
* Garijos Erfahrung ist breit gefächert, jedoch nicht besonders mit Produktivitätssteigerungen in der Forschung und Entwicklung bei großen Pharmakonzernen verbunden, so Berenberg-Analystin Luisa Hector.
* "Es ist fair zu sagen, dass Belen auf wenigen Shortlists als potenzielle Nachfolgerin gestanden hätte, da sie bei Merck KGaA wohl nie das Profil früherer Führungskräfte erreicht hat", schrieb Jefferies in einer Mitteilung an Kunden.
* Die Aktien von Sanofi lagen am Donnerstag gegen 09:00 GMT um 4,7% im Minus.






















