Berlin, 13. Mai (Reuters) - Der strenge Winter hat den Betrieb im Hamburger Hafen gelähmt und den Gewinn des Hafenkonzerns HHLA geschmälert. Durch Eis und Schnee sei die Abfertigung an den drei HHLA-Containerterminals in Deutschlands größtem Seehafen zeitweise nur eingeschränkt möglich gewesen, teilte die Hamburger Hafen und Logistik AG am Mittwoch mit. Mit rund 1,37 Millionen Standardcontainern (TEU) gingen in der Hansestadt im ersten Quartal 6,6 Prozent weniger Boxen über die Kaikanten der HHLA. Im Bahnbereich führten Streckensperrungen, eingefrorene Weichen und weitere Störungen zu Ausfällen und Verzögerungen. Auch die geopolitischen Spannungen machten sich bemerkbar.
Der noch börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik, der das traditionelle HHLA-Immobiliengeschäft ausklammert, musste einen Rückgang des Betriebsergebnisses (Ebit) um 5,5 Prozent auf 27,2 Millionen Euro hinnehmen. Der Umsatz stieg gleichzeitig um 3,6 Prozent auf 441,8 Millionen Euro. Die HHLA betreibt neben den Terminals am Stammsitz in Hamburg auch Häfen im Ausland, darunter im ukrainischen Odessa. Dort stiegen die Umschlagsmengen im ersten Quartal. Bei den Bahn- und Straßentransporten insgesamt verringerten sich die Mengen, unter anderem auch wegen der schwierigen Witterungsbedingungen.
Beim Teilkonzern war 2024 die weltgrößte Reederei MSC eingestiegen. Mehrheitseigentümer bleibt die Stadt Hamburg. Die beiden Großeigner wollen das Unternehmen von der Börse nehmen. Vor rund drei Wochen hatten sie die Barabfindung für die Minderheitsaktionäre auf 21,16 Euro festgelegt. Für den Squeeze-Out muss es noch einen Beschluss auf der Hauptversammlung geben, die für den 11. Juni angesetzt ist.
(Bericht von Elke Ahlswede, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

















