DOW JONES--Wenig verändert dürften die europäischen Aktienmärkte in den Handel am Donnerstag starten. "Die günstigen US-Konjunkturdaten haben die Sorgen um eine schwächere US-Wirtschaft erst einmal vertrieben und stützen die Stimmung", so ein Händler. Daneben hat sich der Supreme Court der USA in einer Anhörung eher skeptisch zur Zollpolitik von US-Präsidenten Donald Trump geäußert. Der DAX dürfte um den Schlussstand bei 24.050 Punkten ins Rennen gehen. Am Devisenmarkt steigt der Euro auf 1,1508 Dollar, während es am Anleihemarkt am Morgen ruhig ist. Gold notiert wenig verändert bei 3.986 Dollar die Feinunze.
Im Blick steht die Anhörung vor dem US-Verfassungsgericht zur Zollpolitik. Das Gericht soll untersuchen, ob die mit Verweis auf die Nationale Sicherheit (International Emergency Economic Powers Act) erlassenen Gesetze und Verordnungen verfassungskonform sind. Unterrangige Gerichte haben die Zollbestimmungen für rechtswidrig erklärt, die Urteile bis zur Klärung durch das US-Verfassungsgericht allerdings ausgesetzt. Für eine Entscheidung dürfte sich das Gericht zwar Zeit nehmen, erste Äußerungen beteiligter Richter deuten aber auf eine skeptische Einschätzung der Zölle hin.
"Der Supreme Court verhandelt aktuell über Trumps Sonderzölle. Sollten diese fallen, wäre das zwar im ersten Schritt eine Erleichterung für alle von den Zöllen betroffenen Staaten und Unternehmen. Gleichzeitig begänne aber eine neue Hängepartie. Denn die Trump-Regierung wird dann sicherlich versuchen, diese Mittel über andere Zollwege zu beschaffen", heißt es beim Vermögensberater QC Partners.
Zahlen von DHL überzeugen
Bei den Unternehmen macht die Berichtssaison weiter die Musik. "Das ist eine Überraschung", so ein Marktteilnehmer zu den Geschäftszahlen der DHL Deutschen Post. Die Quartalszahlen hätten die Erwartungen auf breiter Front übertroffen und das teils deutlich. Herausragend der freie Cashflow vor M&A, der die Schätzung um mehr als 60 Prozent übertroffen habe. "Am Markt wird das gut ankommen", so der Marktteilnehmer.
"Die Aktie ist teuer, und daran ändern auch die Zahlen nichts", so ein Marktteilnehmer zur Commerzbank. Die Geschäftszahlen lägen überwiegend nahe an den Erwartungen. "Positiv ist, dass die Bank die Kosten im Griff hat", so der Marktteilnehmer. Der Verwaltungsaufwand liegt deutlich unter den Prognosen. Die Prognose für den Zinsüberschuss hat die Bank leicht erhöht auf etwa 8,2 von bisher rund 8 Milliarden Euro.
Nahe an den Erwartungen sind laut Händlern die Geschäftszahlen von Heidelberg Materials ausgefallen. Der Umatz liegt etwas unter, die Marge aus dem laufenden Geschäft etwas über den Prognosen. Den Gewinn-Ausblick hat der Konzern in der Mitte der bisherigen Prognose eingegrenzt. Der Kurs wird in ersten Indikationen wenig verändert erwartet.
Lanxess ziehen an und trotzen damit den laut Händlern schwachen Quartalszahlen. "Die Schwäche in der Chemie war hinreichend bekannt und hat den Kurs bereits deutlich gedrückt", so ein Marktteilnehmer. Zudem will Lanxess mit weiteren Kostensenkungen der Schwäche entgegenwirken.
Mit festen Kursen rechnen Marktteilnehmer bei Rational. Während der Umsatz die Prognosen getroffen hat, liegen die Gewinnkennziffern teils deutlich darüber. Der Gewinn je Aktie ist entgegen den Erwartungen nicht zurückgegangen, sondern leicht gestiegen. Der Kurs legt in ersten Indikationen rund 2 Prozent im Plus.
Mit sehr festen Kursen haben Freenet nachbörslich auf ihr Zahlenwerk reagiert. Der Kurs gewann verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs etwa 3 Prozent. Während der Umsatz die Erwartungen nicht ganz erfüllte, haben das bereinigte EBITDA und der freie Cashflow die Schätzungen übertroffen. Zudem wuchs die Abonnentenbasis um 205.000 auf 10,4 Millionen. Die Prognose hat das Telekom-Unternehmen bekräftigt.
Besser als befürchtet. So lautet das Urteil im Handel zu den Drittquartalszahlen von Deutz. Umsatz sowie bereinigtes EBIT lägen leicht über den Schätzungen, der Auftragseingang mit 470 Millionen Euro sogar deutlicher über der Erwartung von 457 Millionen, heißt es. Trotz des zurückhaltenden Ausblicks sollten der Bericht ausreichen für eine positive Aktienreaktion. Vorbörslich ziehen Deutz um mehr als 3 Prozent an.
=== Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Mi, 17:09 % YTD EUR/USD 1,1508 +0,1% 1,1493 1,1472 +10,9% EUR/JPY 177,18 +0,1% 177,08 177,01 +8,3% EUR/CHF 0,9315 +0,0% 0,9312 0,9312 -0,9% EUR/GBP 0,8815 +0,1% 0,8806 0,8802 +6,5% USD/JPY 153,97 -0,1% 154,08 154,30 -2,3% GBP/USD 1,3055 +0,0% 1,3051 1,3033 +4,1% USD/CNY 7,0886 -0,0% 7,0898 7,0913 -1,6% USD/CNH 7,1263 -0,1% 7,1303 7,1325 -2,7% AUS/USD 0,6508 +0,0% 0,6505 0,6497 +4,9% Bitcoin/USD 103.270,30 -0,4% 103.700,25 103.456,35 +6,8% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 59,81 59,60 +0,4% 0,21 -17,2% Brent/ICE 63,74 63,55 +0,3% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 3.997,09 3.979,35 +0,4% 17,74 +49,8% Silber 48,40 48,03 +0,8% 0,37 +63,2% Platin 1.364,18 1.365,63 -0,1% -1,45 +53,2% Kupfer 5,01 4,99 +0,5% 0,03 +21,9% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
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November 06, 2025 02:07 ET (07:07 GMT)



















