DOW JONES--Mit einer Fortsetzung des volatilen Seitwärtsmarktes rechnen Händler am Dienstag in Europa. Der DAX dürfte um den Schlussstand bei 23.589 Punkten starten. Deutliche Kursgewinne zeichnen sich bei der Bayer-Aktie ab. Am Anleihe- und Devisenmarkt ist es am Morgen ruhig. Am Vortag waren weltweit die Renditen noch gestiegen, ausgelöst von Signalen einer Zinserhöhung in Japan, möglicherweise noch im laufenden Monat.

Derweil gilt es als ausgemacht, dass in den USA am 10. Dezember die Zinsen gesenkt werden, was die Aktienmärkte übergeordnet weiter stützt. Nach schwachen Einkaufsmanagerindizes in der Vorwoche untermauerte am Vortag auch der ISM-Index die Schwäche der US-Industrie, was die Zinssenkungsspekulation weiter verfestigte.

Unternehmensnachrichten sind rar. Konjunkturseitig wird vor allem auf die Inflationsrate in der Eurozone geblickt. Dazu berichtet der Branchenverband VDMA über die Aufträge im Maschinenbau.

Klar im Fokus steht vorbörslich die Bayer-Aktie mit einem Kurssprung von über 10 Prozent. Treiber ist die Nachricht, dass Bayer Unterstützung von der US-Regierung im Rechtsstreit um mögliche Krebsrisiken des Pestizids Glyphosat bekommt. Der höchste Anwalt der Trump-Administration unterstützte den Antrag des Pharma- und Agrarchemiekonzerns, die Frage nach dem Vorrang von Bundesrecht vor dem Obersten Gerichtshof zu prüfen. Für die Entscheidung des Gerichts, ob es den Fall annimmt, hat der Rückhalt durch die US-Regierung großen Einfluss. Bundesberufungsgerichte waren bei den Rechtsstreitigkeiten zum Unkrautvernichter Roundup zu sich widersprechenden Urteilen gekommen. Bayer ist der Meinung, dass Klagen in einzelnen Bundesstaaten die Zulassung des Pestizids durch die US-Bundesbehörde EPA nicht konterkarieren dürfen. Insgesamt rund 67.000 Fälle sind noch offen.

Sehr positiv werten Händler die aktuelle Entwicklung für Autoaktien und verweisen auf die Aussicht auf ein mögliches Ende des strikten Verbrennerverbots ab 2035. Die EU-Kommission bewege sich nun in diese Richtung, berichtet das Handelsblatt mit Verweis auf mehrere Kommissionsmitglieder. "Es geht ja gar nicht darum, dass man schmutzige Autos bauen will, sondern um eine flexible Planung für die Produktion…..", kommentiert ein Teilnehmer.

Positiv kommen Aussagen vom Kapitalmarkttag von Bilfinger an. Der Industriedienstleister will in den nächsten Jahren bei weiterem Wachstum die Marge bedeutend verbessern. Die Marge für das operative Ergebnis soll bis 2030 auf 8 bis 9 Prozent verbessert werden. 2024 hatte Bilfinger 5,2 Prozent erreicht. Im Spezialistenhandel geht es für die Aktie um 1,4 Prozent nach oben.


Devisen           zuletzt        +/- %  0:00 Vortag  Mo, 17:04   % YTD 
EUR/USD            1,1614        +0,0%       1,1609     1,1634  +12,0% 
EUR/JPY            180,95        +0,3%       180,46     180,51  +11,2% 
EUR/CHF            0,9337        +0,0%       0,9337     0,9331   -0,7% 
EUR/GBP            0,8786        -0,0%       0,8787     0,8779   +5,9% 
USD/JPY            155,80        +0,2%       155,45     155,16   -0,7% 
GBP/USD            1,3219        +0,1%       1,3211     1,3252   +5,7% 
USD/CNY            7,0678        -0,0%       7,0691     7,0686   -2,1% 
USD/CNH            7,0683        -0,1%       7,0721     7,0696   -3,6% 
AUS/USD            0,6556        +0,2%       0,6541     0,6557   +5,8% 
Bitcoin/USD     86.968,40        +0,4%    86.603,20  84.553,05   -3,8% 
 
 
ROHÖL             zuletzt  VT-Settlem.        +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex           59,45        59,32        +0,2%       0,13  -18,8% 
Brent/ICE           63,26        63,17        +0,1%       0,09  -16,7% 
 
 
METALLE           zuletzt       Vortag        +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold             4.214,15     4.232,20        -0,4%     -18,06  +61,4% 
Silber              57,29        57,98        -1,2%      -0,69  +95,4% 
Platin           1.427,02     1.430,49        -0,2%      -3,47  +64,1% 
Kupfer               5,18         5,22        -0,7%      -0,04  +26,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

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December 02, 2025 02:16 ET (07:16 GMT)