Die Stockholmer Börse setzte ihren Aufwärtstrend am Dienstag fort, wobei insbesondere berichtende Unternehmen im Fokus standen. Am Vormittag erreichte der OMXS30-Index ein neues Allzeithoch knapp über der 3 100er-Marke. Die Entwicklung in Stockholm war stärker als an den führenden europäischen Börsen.

Zum Handelsschluss lag der OMXS30-Index 0,67 Prozent höher bei 3 087,35 Punkten. An der Stockholmer Börse wurden Aktien im Wert von rund 30,9 Milliarden Kronen umgesetzt.

Unter den größeren Industriesektoren der Börse verzeichnete der Energiesektor mit einem Anstieg von 3,1 Prozent die beste Entwicklung. Auch Rohstoffe legten mit plus 2,2 Prozent deutlich zu. Am anderen Ende der Skala lag die Technologiebranche mit einem Minus von 2,1 Prozent.

Unter den Schwergewichten des OMXS30-Index stieg Boliden um 5,3 Prozent, während Sandvik um 3,5 Prozent zulegte. Am schwächsten entwickelte sich EQT mit einem Rückgang von 10,3 Prozent, während Alfa Laval um 4,2 Prozent nachgab.

Der Minenkonzern Boliden steigerte sein bereinigtes Betriebsergebnis auf 4 061 Millionen Kronen nach 3 814 Millionen im Vorjahr. Die ordentliche Dividende wird mit 11 Kronen je Aktie vorgeschlagen, im Vergleich zum Konsens von 9,65 Kronen. Branchenkollege Lundin Mining legte um 5,7 Prozent zu.

Der Zwischenbericht des Industrieunternehmens Alfa Laval wies einen niedriger als erwarteten bereinigten EBITA-Gewinn von 3 237 Millionen Kronen aus, erwartet wurden 3 359 Millionen. Umsatz, Auftragseingang und Dividende lagen im Rahmen der Erwartungen.

Die Investmentgesellschaft Kinnevik weist zum Ende des vierten Quartals einen Nettoinventarwert von 129,51 Kronen aus. Zum Ende des Vorquartals waren es noch 135,56 Kronen. Die Aktie verlor 4,8 Prozent.

Das IT-Beratungsunternehmen Addnode steigerte das EBITA-Ergebnis auf den Rekordwert von 298 Millionen Kronen. Der Umsatz entsprach den Erwartungen, während die Dividende niedriger als erwartet ausfiel. Das EBITA-Ergebnis übertraf die Erwartungen. Die Aktie fiel um 4,4 Prozent.

Das Medizintechnikunternehmen Vitrolife erzielte ein EBITDA-Ergebnis von 196 Millionen Kronen, erwartet wurden 276 Millionen. Die Aktie sank um 21,5 Prozent.

Das Biotechnologieunternehmen Biogaia steigerte laut vorläufigen Zahlen im vierten Quartal sowohl Umsatz als auch Ergebnis. Nach Angaben des Unternehmens übertreffen die Zahlen die Markterwartungen. Der Umsatz stieg vorläufig um 21 Prozent auf 441 Millionen Kronen (365), das Betriebsergebnis um 17 Prozent auf 121 Millionen Kronen, mit einer operativen Marge von 27 Prozent (28). Die Aktie stieg um 5,5 Prozent.

Der Türen- und Fensterhersteller Inwido erzielte ein besser als erwartetes Betriebsergebnis von 262 Millionen Kronen, erwartet wurden 242 Millionen. Die Aktie legte um 2,2 Prozent zu.

Das Maschinenbauunternehmen Bulten steigerte das bereinigte Betriebsergebnis auf 37 Millionen Kronen nach 20 Millionen. Im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen eine stärkere als erwartete Erholung, mit Volumina, die gegen Quartalsende wieder auf ein normaleres Niveau zurückkehrten. Die Aktie stieg nach dem Bericht zunächst, schloss jedoch mit einem Minus von 5 Prozent.

Fasadgruppen steigerte das bereinigte EBITA-Ergebnis im vierten Quartal. Der Vorstand hat zudem eine Bezugsrechtsemission von etwa 504 Millionen Kronen beschlossen. Die Aktie stürzte um 22 Prozent ab.

Der Telekommunikationsausrüster Ericsson nimmt an einer künftigen Ausschreibung für ein Luftabwehrprojekt im Wert von rund 1 300 Milliarden Kronen teil, das mit Donald Trumps Projekt „Golden Dome“ in Verbindung steht, berichtet Dagens industri (Di). CEO Börje Ekholm bezeichnet das Verteidigungssegment als große Chance, wollte sich jedoch nicht zum Interesse des Unternehmens an dem Projekt äußern. Die Aktie stieg um 0,5 Prozent.

Demnach erwägt der Private-Equity-Konzern EQT laut Bloomberg News den Verkauf seines Anteils am SaaS-Unternehmen Thinkproject. Ein Deal könnte Thinkproject mit bis zu 1,5 Milliarden Euro bewerten, so eine Quelle. Außerdem hatten ausländische Branchenkollegen am Dienstag einen schwachen Tag, unter anderem fiel CVC Capital Partners in Amsterdam um rund 6 Prozent.

Die Bank of America sieht eine Trendwende im Lkw-Zyklus und glaubt, dass es Spielraum für höhere Gewinne gibt als derzeit vom Konsens für dieses Jahr erwartet. Volvo erhielt eine wiederholte Kaufempfehlung mit einem erhöhten Kursziel von 370 Kronen (zuvor 330 Kronen). Die Aktie stieg um 3,1 Prozent.

Darüber hinaus senkte SEB die Empfehlung für Academedia von „Halten“ auf „Verkaufen“. Die Aktie stieg dennoch um 0,9 Prozent.

SEB nahm die Beobachtung für Asker mit „Halten“ und Kursziel 78 Kronen auf. Die Aktie verlor 3,4 Prozent.