DOW JONES--Mit weiter fallenden Kursen rechnen Händler am Dienstag an Europas Börsen. Nach schwachen Vorgaben aus den USA und dort vor allem aus dem Technologiebereich rutschen auch in Asien die Kurse deutlich ab. Die Risikoscheu der Marktteilnehmer steigt immer weiter, denn mit den Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch und dem US-Arbeitsmarktbericht für September am Donnerstag stehen die wichtigsten Daten der Woche noch an. Der DAX-Future ist unter den wichtigen Unterstützungsbereich von 23.550 Zählern gebrochen, was Stop-Loss-Verkäufe nach sich ziehen und den DAX aus seiner Seitwärtsbewegung nach unten ausbrechen lassen könnte.

Dazu werden im Verlauf weitere US-Wirtschaftsdaten vorgelegt, die wegen des "Shutdowns" bislang nicht veröffentlicht worden sind. Im Fokus steht dabei vor allem ihre Bedeutung für die US-Notenbank und ihre Zinsentscheidungen. Nicht gut kam daher der Empire-State-Index für die Region New York am Vorabend an. Er legte stärker als erwartet zu und zeigte zugleich einen Job-Aufbau - beides spricht gegen die erhofften Zinssenkungen durch die Fed im Dezember. Das belastet wiederum besonders die zinsempfindlichen Technologiewerte, die ohnehin unter den Sorgen leiden, ihre Umsätze durch Zirkelgeschäfte aufzublasen. Zwar sollte es mehr Gewinner als Verlierer in dem laufenden KI-Boom geben, meint Marktstratege Osman Ali von Goldman Sachs Asset Management: "Aber gleichzeitig ist sehr klar, dass es Firmen geben wird, die in dieser neuen Welt nicht mithalten können".

Im Fokus bei Einzelunternehmen stehen wieder zahlreiche Kapitalmarkttage, so wie von Rheinmetall, Zurich Insurance, ABB oder Credit Agricole. "Vor allem bei Rheinmetall dürfte genau auf den Ausblick geachtet werden", meint ein Händler.

Geschäftszahlen gibt es unter anderem von RTL und Imperial Brands. In den USA dürfte vor allem auf die Import- und Exportpreise für Oktober geblickt werden, dazu die Industrieproduktion und die verspäteten Aufträgseingänge vom August.

Als "nicht ganz unerwartet" bezeichnen Händler die Gewinnwarnung von RTL. Angesichts der sehr schwachen Entwicklung des Werbemarktes in Europa sei dies zu erwarten gewesen, wie die Geschäftszahlen von Prosiebensat1 bis hin zu Werbeagentur-Holding WPP gezeigt hätten. Allerdings sei der Umfang der RTL-Warnung noch etwas höher als gedacht. Der Sender erwarte nur noch 650 Millionen Euro beim EBITA, nachdem er zuvor für das Gesamtjahr noch 780 Millionen Euro in Aussicht gestellt hatte. Vorbörslich fällt der Aktienkurs über 3 Prozent.

Eher durchwachsen für SFC Energy werten Händler die Geschäftszahlen zum vergangenen Quartal. Die Prognose sei im Rahmen der Gewinnwarnung vom Sommer präzisiert worden, allerdings am unteren Rand der damals genannten Spanne. "Obwohl das Anlagethema gut ist, bringt SFC kein Momentum in das Wachstum", meint ein Händler. Diese Thematik dürfte auch in der Analystenkonferenz am Vormittag beschäftigen.

In Österreich hat Flughafen Wien ordentliche Geschäftszahlen vorgelegt. Der Gewinn der Gruppe legte um 4,2 Prozent zu, der Ausblick wurde bestätigt.


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Devisen                   zuletzt        +/- %  0:00 Vortag  Mo, 17:02   % YTD 
EUR/USD                    1,1599        +0,1%       1,1590     1,1598  +12,2% 
EUR/JPY                    179,74        -0,1%       179,87     179,98  +10,2% 
EUR/CHF                    0,9208        -0,2%       0,9223     0,9225   -1,7% 
EUR/GBP                    0,8814        +0,0%       0,8810     0,8802   +6,6% 
USD/JPY                    154,97        -0,1%       155,20     155,17   -1,8% 
GBP/USD                    1,3159        +0,0%       1,3156     1,3178   +5,2% 
USD/CNY                    7,0871        +0,1%       7,0812     7,0808   -1,9% 
USD/CNH                    7,1151        +0,1%       7,1089     7,1085   -3,2% 
AUS/USD                    0,6478        -0,3%       0,6496     0,6510   +5,6% 
Bitcoin/USD             89.670,00        -2,7%    92.129,05  93.616,35   -0,5% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Settlem.        +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   59,40        59,91        -0,9%      -0,51  -16,9% 
Brent/ICE                   63,65        64,20        -0,9%      -0,55  -14,4% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag        +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold                     4.010,36     4.041,66        -0,8%     -31,30  +55,6% 
Silber                      49,49        50,20        -1,4%      -0,71  +75,0% 
Platin                   1.309,48     1.328,18        -1,4%     -18,70  +51,7% 
Kupfer                       4,96         5,01        -1,0%      -0,05  +20,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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November 18, 2025 02:16 ET (07:16 GMT)