Alphabets Waymo weitet seinen Service in Austin, Texas, von bislang 37 auf nunmehr 90 Quadratmeilen aus. Das gab die selbstfahrende Fahrzeug-Sparte des Software-Giganten am Donnerstag bekannt. Ziel ist es, die Spitzenposition in der Stadt gegenüber Rivalen wie Tesla zu behaupten.

Waymo, das in Austin bereits über 100 Fahrzeuge auf der Uber-Plattform einsetzt, wird nun auch neue Stadtteile wie Crestview, Windsor Park, Sunset Valley und Franklin Park bedienen, wie das Unternehmen mitteilte.

Nach einer jahrelangen, vorsichtigen Expansion seines Robotaxi-Dienstes in den USA gilt Waymo mittlerweile als Branchenprimus. Derzeit betreibt das Unternehmen etwa 1.500 Fahrzeuge in San Francisco und anderen Städten der Bay Area, in Los Angeles, Phoenix, Atlanta und weiteren Metropolen.

Der Konkurrent Tesla versucht aufzuholen und hat im vergangenen Monat einen kleinen Testlauf mit etwa einem Dutzend Model Y SUVs in einem begrenzten Gebiet von Austin durchgeführt.

Doch Tesla steht noch vor großen Herausforderungen, um diese Technologie im großen Stil zu kommerzialisieren und regulatorische Hürden zu überwinden.

Der Autobauer verzichtet zudem auf Sensoren wie Radar und Lidar, die Waymo und die meisten Konkurrenten einsetzen, und setzt stattdessen ausschließlich auf Kameras und künstliche Intelligenz.

"Austin bleibt eine der am schnellsten wachsenden Städte des Landes, und wir tragen unseren Teil dazu bei, mit diesem Wachstum Schritt zu halten", sagte Shweta Shrivastava, Senior Director of Product Management bei Waymo.

Bereits Anfang dieser Woche erreichten Waymos Fahrzeuge einen Meilenstein von 100 Millionen gefahrenen Meilen ohne einen Menschen am Steuer - eine Verdopplung der Fahrleistung innerhalb von rund sechs Monaten.