Mitten im Krieg im Iran hat Donald Trump seine Prioritäten keineswegs aus den Augen verloren. Ganz oben auf der Liste steht weiterhin der Wunsch, Washington seinen Stempel aufzudrücken.
Am Freitag wurden die Pläne für einen 76 Meter hohen Triumphbogen vorgestellt. Offiziell soll das Monument an das 250-jährige Bestehen der Vereinigten Staaten erinnern. In zahlreichen Kommentaren ist allerdings schon vom „Trump-Bogen“ die Rede.
Das Bauwerk soll zwischen dem Lincoln Memorial und dem Eingang zum Arlington National Cemetery errichtet werden – jener militärischen Nekropole, auf der rund 430.000 Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Der Bogen soll mit vier vergoldeten Löwenstatuen geschmückt werden. Auf jeder Seite sind zudem zwei Zeilen aus dem Treueschwur vorgesehen: „ONE NATION UNDER GOD“ und „LIBERTY AND JUSTICE FOR ALL“.
Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten bereits den Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses angeordnet, um Platz für einen gigantischen Ballsaal zu schaffen. Zuvor waren mehrere Räume der Präsidentenresidenz bereits im charakteristischen Stil von Mar-a-Lago renoviert worden, Trumps Anwesen in Florida. Im Außenbereich kam eine Porträtgalerie hinzu, während der Rosengarten vollständig gepflastert wurde.
Auch das Kennedy Center hat Donald Trump umbenannt – in „Trump Kennedy Center“. Das Gebäude ist inzwischen wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Darüber hinaus hatte das Außenministerium bereits im Dezember 2025 angekündigt, dass das United States Institute of Peace mit Sitz in Washington künftig „Donald J. Trump Institute of Peace“ heißen soll.
Unter den weiteren am Freitag vorgestellten Projekten findet sich auch der Vorschlag, das Eisenhower Executive Office Building weiß zu streichen. Das bislang graue Gebäude direkt neben dem Weißen Haus beherbergt zahlreiche Berater des Präsidenten. Geplant ist außerdem eine Umgestaltung der Pennsylvania Avenue zwischen Weißem Haus und Kapitol – mit neuen Fahrbahnen, Fußgängerzonen, anderen Baumarten und überdimensionierten amerikanischen Flaggen.
Donald Trump absolviert derzeit seine zweite – und letzte – Amtszeit und wird in diesem Jahr 80 Jahre alt. Damit rückt die Frage nach dem politischen Vermächtnis zwangsläufig in den Mittelpunkt. Als Immobilienentwickler hat er jahrzehntelang seinen Namen auf alles montiert, was nicht schnell genug weglaufen konnte. Als Präsident der Vereinigten Staaten wendet er nun dieselbe Methode an - Washington oder Trump City?























