Walmart hat am Freitag eine Reihe von Führungswechseln bekannt gegeben, während sich John Furner darauf vorbereitet, am 1. Februar die Position des CEO beim weltweit größten Einzelhändler zu übernehmen und damit Doug McMillon ablöst.

Mit diesen Maßnahmen will der in Bentonville, Arkansas, ansässige Einzelhandelsriese sein Wachstumstempo und seine Vorreiterrolle in der Branche sichern, indem vier langjährige Führungskräfte befördert und deren Verantwortungsbereiche erweitert werden. 

David Guggina wird CEO der größten Sparte von Walmart, Walmart U.S., und folgt damit Furner in dieser Funktion nach. Guggina ist derzeit Chief E-Commerce Officer von Walmart U.S. und arbeitet seit fast acht Jahren in verschiedenen Positionen für das Unternehmen, darunter als Executive Vice President für Supply Chain Operations. Die Position des U.S.-CEO gilt als besonders begehrt, da Walmart in der Regel Führungskräfte aus dieser Sparte, die etwa zwei Drittel des jährlichen Umsatzes erwirtschaftet, an die Spitze des Gesamtkonzerns befördert.

NICHOLAS ÜBERNIMMT FÜHRUNG BEI WALMART INTERNATIONAL

Walmart hat zudem Chris Nicholas zum CEO der 100-Milliarden-Dollar-Sparte Walmart International ernannt, nur einen Tag nachdem bekannt wurde, dass die bisherige Chefin Kathryn McLay das Unternehmen verlässt. Nicholas leitet derzeit Sam's Club; dort wird ihn die bisherige Chief Merchandising Officer von Walmart U.S., Latriece Watkins, ablösen.

Darüber hinaus wird Seth Dallaire, derzeit Chief Growth Officer von Walmart U.S., seine Zuständigkeit global ausweiten und als Chief Growth Officer von Walmart Inc. tätig sein, wie das Unternehmen in einer Mitteilung erklärte.

Alle Führungswechsel treten am 1. Februar in Kraft.

"Diese Führungsänderungen sind ein wichtiger Schritt, wie wir uns für die Zukunft aufstellen. Selbst die besten Teams brauchen die richtige Struktur, um zu gewinnen", sagte Furner.

Laut einer Unternehmensmeldung beträgt Furners jährliches Grundgehalt 1,5 Millionen US-Dollar. Er erhält eine einmalige Aktienzuteilung im Wert von 10 Millionen US-Dollar und ist für eine jährliche Aktienprämie im Wert von etwa 17 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2027 berechtigt.

Die Umstrukturierungen erfolgen zu einem kritischen Zeitpunkt für Walmart, da das Unternehmen mit der inländischen Inflation und Belastungen für einkommensschwächere US-Haushalte zu kämpfen hat. Die volatilen Handelspolitiken von Präsident Donald Trump haben sich zusätzlich belastend auf die Geschäftstätigkeit und die Lieferkettenbeziehungen mit wichtigen Wachstumsmärkten wie China, Indien und Mexiko ausgewirkt.

Trotz dieser Herausforderungen hat Walmart starke Leistungen gezeigt. Das Unternehmen verzeichnet seit fast einem Jahrzehnt ein stetiges Umsatzwachstum pro Quartal, und die Aktie erreichte in dieser Woche ein Rekordhoch. Der Kurs stieg 2025 um 21 Prozent und übertraf damit deutlich den Zuwachs von 1,3 Prozent im S&P 500 Consumer Staples Index. Die Walmart-Aktie notierte am Freitagmorgen unverändert bei 118,67 US-Dollar.