Die Aktienmärkte fanden in dieser Woche Unterstützung in der Hoffnung, dass Washington und Teheran an den Verhandlungstisch zurückkehren könnten, um den Krieg zu beenden, auch wenn das US-Militär die Blockade iranischer Häfen aufrechterhält.
Diese Widerstandsfähigkeit deutet darauf hin, dass kriegsmüde Investoren bereit sind, bei geringsten Anzeichen einer Deeskalation in Risikoanlagen zu rotieren.
Der Referenzindex S&P 500 nähert sich seinem ersten Intraday-Rekordhoch seit Ausbruch des Konflikts.
Um 06:53 Uhr ET lagen die Dow E-Minis mit 42 Punkten oder 0,09% im Minus, die S&P 500 E-Minis gaben um 5 Punkte oder 0,07% nach, während die Nasdaq 100 E-Minis einen Rückgang von 22,75 Punkten oder 0,09% verzeichneten.
BANKERGEBNISSE IM RAMPENLICHT
Ein weiterer ereignisreicher Tag der Berichtssaison steht im Mittelpunkt, da Investoren nach Hinweisen darauf suchen, wie Unternehmen die Auswirkungen des Krieges bewältigen.
Die Aktien der Bank of America stiegen im vorbörschlichen Handel um 1,2%, nachdem der zweitgrößte US-Kreditgeber für das erste Quartal einen Gewinnanstieg meldete, da die Volatilität an den globalen Märkten die Handelsaktivität belebte.
Auch die Papiere des Wall-Street-Schwergewichts Morgan Stanley legten nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal um 1,2% zu.
Bislang erklärten die Banken in dieser Woche, dass die US-Verbraucher finanziell gesund seien und dass die Pipelines für Börsengänge und Fusionen robust bleiben dürften, sofern sich der Konflikt nicht wesentlich länger hinzieht.
Einige Analysten warnten jedoch, dass Aktien mit steigenden Kursen anfälliger für scharfe Trendwenden werden könnten, falls die Entwicklungen im Nahen Osten nicht den optimistischen Annahmen entsprechen, die derzeit eingepreist werden.
"US-Aktien scheinen die Risiken, die an den Rohstoffmärkten weiterhin eingepreist werden, auszublenden", schrieben die Analysten von BofA Global Research.
"Da der Waffenstillstand fragil erscheint und Anzeichen von Stress an den Rohstoffmärkten weiterhin deutlich sind, scheint die Erholung am Aktienmarkt die Risiken einer erneuten Eskalation zu ignorieren."
Die Ölpreise legten am Mittwoch leicht zu und notieren weiterhin 31% über dem Vorkriegsniveau.
Der Internationale Währungsfonds senkte am Dienstag seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum und verwies auf die kriegsbedingten Energiespitzen. Er warnte zudem, dass ein lang anhaltender Konflikt die Welt an den Rand einer Rezession treiben könnte.
Die Marktteilnehmer werden im weiteren Tagesverlauf zudem auf die Reden von Fed-Gouverneur Michael Barr und der für Bankenaufsicht zuständigen Fed-Vizevorsitzenden Michelle Bowman achten.
Unter den weiteren Einzelwerten stiegen Nike um 2,2%, nachdem CEO Elliott Hill weitere Aktien des Unternehmens erworben hatte.
Broadcom rückten um 2,8% vor, nachdem Meta den Vertrag über kundenspezifische Chips mit dem Unternehmen verlängert hatte.
Die Aktien des Social-Media-Unternehmens Snap stiegen um fast 7%, nachdem bekannt wurde, dass rund 1.000 Mitarbeiter entlassen werden sollen.




















