Die Rückgänge deuten darauf hin, dass die Entlastung durch den Waffenstillstand der vergangenen Woche nur von kurzer Dauer sein könnte. Zudem unterstreichen sie die Risiken zu optimistischer Wetten in einem weiterhin unsicheren geopolitischen Umfeld.
Das US-Militär steht unmittelbar davor, eine Blockade des gesamten Schiffsverkehrs in iranischen Häfen und Küstengebieten zu beginnen - eine Maßnahme, die darauf abzielt, den Druck auf Teheran zu erhöhen.
"Für die Iraner, die bisher das Gefühl hatten, dass die Zeit auf ihrer Seite spielt, erhöht dies den Druck auf ihre Verbündeten, den Iran zu Verhandlungen über ein Abkommen zu bewegen", sagte Richard de Chazal, Makroanalyst bei William Blair.
Um 04:25 Uhr ET lagen die Dow E-minis mit 200 Punkten oder 0,42 % im Minus. Die Nasdaq 100 E-minis fielen um 163 Punkte oder 0,64 %, während die S&P 500 E-minis um 0,53 % bzw. 36 Punkte nachgaben.
Der Stimmungsumschwung war auch in anderen Anlageklassen spürbar: Anleger flüchteten in den sicheren Hafen des US-Dollars nL6N40W0BU, während sie ihr Engagement in Aktien über verschiedene Regionen hinweg nL4N40W0EA reduzierten.
Die Ölpreise sprangen wieder über nL1N40V07F 100 Dollar pro Barrel, was die Inflationssorgen verschärfte. Daten aus der Vorwoche hatten gezeigt, dass ein Rekordanstieg der Benzin- und Dieselpreise im März zum stärksten Anstieg der Verbraucherpreise seit fast vier Jahren geführt hatte.
Die Anleger richten ihr Augenmerk zudem auf den Beginn der US-Berichtssaison, wobei Goldman Sachs noch vor Handelsbeginn Zahlen vorlegen wird. Die Kommentare der Führungsebene des Investmentbanking-Riesen werden genau auf Hinweise geprüft, wie sich der Nahostkonflikt, der nun in seine siebte Woche geht, auf die Wirtschaft und die Kapitalmärkte auswirkt.
Die Aktien von Goldman Sachs notierten im vorbörschlichen Handel geringfügig höher und entwickelten sich damit besser als die meisten ihrer Konkurrenten an der Wall Street.
Reiseaktien gaben nach, wobei Fluggesellschaften wie Delta Air Lines und JetBlue Airways um 2,2 % bzw. 3,8 % fielen, da befürchtet wird, dass höhere Ölpreise die Treibstoffkosten in die Höhe treiben könnten.
Energietitel legten zu: Chevron, Exxon Mobil und ConocoPhillips stiegen um 2,3 %, 2,6 % bzw. 2,8 %.




















