Die US-Aktienindex-Futures haben am Montag nachgegeben, da sich Anleger vor wichtigen Konjunkturdaten und den mit Spannung erwarteten Ausführungen von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve, zurückhielten. Die Märkte warten auf Hinweise zur künftigen Geldpolitik, die bei der anstehenden Sitzung der Fed in diesem Monat erwartet werden.
Die Leitindizes S&P 500 und der Blue-Chip-Index Dow Jones konnten im vergangenen Monat moderate Gewinne verbuchen. Dies lag vor allem an der Erwartung einer Zinssenkung im Dezember, die die Sorgen um eine mögliche Blasenbildung bei KI-bezogenen Aktien überwog.
Dennoch erinnerten die Verluste des technologieorientierten Nasdaq im November - die größten seit März - daran, dass die Bedenken hinsichtlich der Ausgaben im Bereich Künstliche Intelligenz weiterhin bestehen.
Am Montag stehen Umfragen von S&P Global und dem Institute for Supply Management zur Entwicklung der US-Industrie im November auf der Agenda. Diese könnten Aufschluss über den aktuellen Zustand der US-Wirtschaft geben.
Fed-Chef Powell wird im Laufe des Tages eine Rede halten. Marktteilnehmer werden seine Aussagen genau analysieren, um Hinweise auf mögliche künftige Zinssenkungen zu erhalten.
Obwohl die meisten Entscheidungsträger der Fed einen vorsichtigen Ton anschlagen, halten sich Anleger an die taubenhaften Signale einiger wichtiger stimmberechtigter Mitglieder. Zudem gibt es Berichte, wonach der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, als Favorit für die Nachfolge von Powell gilt, dessen Amtszeit im kommenden Jahr endet.
Laut dem FedWatch-Tool der CME Group rechnen Händler inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 87,6% für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im Dezember - ein Wert, der sich seit Ende des letzten Monats verdoppelt hat.
Im Fokus dieser Woche steht zudem der verzogerte Bericht zum Personal Consumption Expenditures Index (PCE), dem bevorzugten Inflationsindikator der Fed, der am Freitag veröffentlicht werden soll.
Um 05:41 Uhr ET notierten die Dow E-minis 213 Punkte oder 0,45% im Minus, die S&P 500 E-minis verloren 38,75 Punkte oder 0,56% und die Nasdaq 100 E-minis gaben 174 Punkte oder 0,68% nach.
Für zusätzliche Vorsicht sorgten am Montag Erwartungen, dass die Bank of Japan im Dezember die Zinsen anheben könnte, um Inflation und eine schwächelnde Landeswährung entgegenzuwirken. Höhere japanische Zinsen könnten den Yen stärken und damit sogenannte Carry Trades, die Anleger aufgrund der bislang niedrigen Renditen bevorzugt haben, zurückdrehen.
Im Fokus standen zudem große Einzelhandelsketten, da der Cyber Monday im Laufe des Tages startet. Nach Angaben von Adobe Analytics gaben Verbraucher am Black Friday online eine Rekordsumme von 11,8 Milliarden Dollar aus, ein Anstieg um 9,1% gegenüber 2024 - dem umsatzstärksten Einkaufstag des Jahres.
Die Aktien von Walmart und Target zeigten sich im vorbörslichen Handel unverändert, während Nike um 0,3% nachgab und Dollar Tree ebenfalls unverändert blieb.
US-notierte Kryptowertpapiere gehörten zu den größten Verlierern, nachdem der Bitcoin-Kurs wieder unter 90.000 Dollar fiel und damit seine Verluste nach dem stärksten monatlichen Rückgang seit dem Krypto-Crash 2021 ausweitete.
Strategy fiel um 3,9%, Coinbase verlor 3,6% und Bitfarms gab 7,2% nach.
(Bericht von Johann M Cherian in Bengaluru; Redaktion: Tasim Zahid)





















