Doch wie es die angelsächsische Finanzwelt treffend formuliert: „crowded trade“ – wenn alle bereits auf fallende Kurse setzen, wer bleibt dann noch übrig, um weiter zu verkaufen? Spöttisch könnte man sagen: „nur noch die Tauben“. Da diese allerdings (anders als Bullen und Bären) nicht zur etablierten Finanz-Zoologie zählen, verkneifen wir uns das.
Ein Kollege konterte meine bullische Haltung mit dem Spruch: „Trend is your friend“. Woraufhin ich erwiderte: „Until it ends“ – und mich dabei auf die technische Argumentation der Vorwoche bezog. Doch wie sieht die Lage aktuell aus? Wurde die Wochenkerze in Form eines „Hammer“ bestätigt? Ja. Sind deshalb alle Dollar-Währungspaare nun klar bullisch? Noch nicht. Ein Überblick über die wichtigsten Paare ist daher angebracht.
USD/JPY
Der Yen zeigt sich weiterhin in einer engen Spanne zwischen 146,00 und 149,20 (mit Zwischenwiderstand bei 148,65). Sollte der Widerstand nach oben durchbrochen werden, liegt das nächste Ziel bei 150,88–151,65. Erst ein Bruch dieser Zone würde die Tür zu 154,30 öffnen.
USD/CHF
Beim Franken deutet die Wochenkerze ebenfalls auf eine Wendeformation (Hammer) hin – mit einem Kursziel um 0,7860–0,7825. Ein nachhaltiger Ausbruch über 0,8000 würde eine technische Erholung in Richtung 0,8150, möglicherweise sogar 0,8350 ermöglichen.
USD/CAD
Der Loonie prallte am unteren Ende seiner Handelsspanne bei 1,3720 ab und durchbrach anschließend die Widerstandsmarke bei 1,3925. Daraus ergibt sich theoretisch Potenzial bis 1,4040, maximal 1,4155.
AUD/USD (Aussie)
Der Australische Dollar scheiterte am Widerstand bei 0,6700/0,6725, nachdem er zuvor über 0,6570 gestiegen war. Nächste Unterstützungen liegen bei 0,6520 sowie im Bereich 0,6425–0,6400.
NZD/USD (Kiwi)
Der Neuseeland-Dollar dagegen zeigt sich deutlich schwächer. Nach einem gescheiterten Versuch an der 0,6000er-Marke durchbrach er den wichtigen Support bei 0,5800. Der nächste Zielbereich liegt nun bei 0,5690.



















