Warten auf Impulse – und auf Donald Trump
Während sich die Märkte auf die bevorstehende Quartalssaison vorbereiten, fehlt es an frischen Impulsen. Zum Glück gibt es noch Donald Trump, dessen Politik der Zuckerbrot-und-Peitsche-Rhetorik weiterhin für Bewegung sorgt. Der Rücksetzer des Greenbacks am Freitag dürfte eher temporärer Natur sein. Der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt intakt.
Der EUR/USD notierte zuletzt an der Obergrenze seines steigenden Trendkanals. Dort bildete sich eine klassische „Shooting Star“-Formation im Wochenchart – ein Umkehrsignal aus der Welt der japanischen Kerzenanalyse. Nun liefert auch der RSI (Relative-Stärke-Index) Unterstützung für ein bärisches Szenario: Der Indikator hat die Nackenlinie einer „Kopf-Schulter“-Formation nach unten durchbrochen – ein Muster, das auch auf mathematischen Indikatoren anwendbar ist.

Quelle: Bloomberg
Konsolidierung in Sicht
Diese Signale sprechen für eine bevorstehende Korrekturphase, die sich über Wochen oder gar Monate erstrecken könnte. Skeptiker warten womöglich auf einen Bruch der Marke von 1,1500 (was einem Dollar-Index von 99,50 entspräche), um die Abwärtsbewegung zu bestätigen. Doch dieses Zögern könnte zulasten des Chance-Risiko-Verhältnisses gehen, denn das unmittelbare Rückschlagpotenzial liegt im Bereich von 1,12 (genauer gesagt zwischen 1,1215 und 1,1185). Auf längere Sicht rückt der Bereich 1,0820 bis 1,0785 ins Visier der Analysten.
Globale Devisenlage: Dollar dominiert
Weltweit bleibt der US-Dollar gegenüber vielen Währungen auf dem Vormarsch:
USD/JPY bleibt klar über der Marke von 150, mit einem nächsten Zielbereich bei 154,15/154,50.
USD/CHF hat die psychologische Marke von 0,8000 überschritten und könnte weiter in Richtung 0,8150 oder gar 0,8350 steigen – ist aber nicht das bevorzugte Vehikel für ein Long-Szenario auf den Dollar.
USD/CAD hat das Niveau von 1,404 erreicht und bleibt über 1,3830 gut unterstützt, was weiteres Aufwärtspotenzial bis 1,4155 eröffnet.
AUD/USD (Aussie) hat seine Unterstützung bei 0,6520 durchbrochen und steuert nun auf 0,6425/0,6400 zu.
NZD/USD (Kiwi) nähert sich seiner Zielzone bei 0,5690, wo sich eine Stabilisierung andeuten könnte. Sollte diese Marke allerdings klar unterschritten werden, droht ein Rückfall auf die April-Tiefs bei 0,5505/0,5485.























