Die Investitionen von Amazon in neue Logistikzentren und Lieferstationen haben die Position des Online-Giganten als Schlüsselfigur in der fast 193 Milliarden US-Dollar schweren US-Paketbranche weiter gefestigt - ein Markt, der lange Zeit von UPS, FedEx und dem United States Postal Service (USPS) dominiert wurde.

Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, dass es Gespräche mit dem USPS über die zukünftige Zusammenarbeit führe und seine Optionen prüfe, bevor der aktuelle Vertrag im kommenden Jahr ausläuft.

Ein Überblick über den US-Liefermarkt:

  • Der US-Kurier- und Paketmarkt soll laut Daten von Mordor Intelligence bis 2030 auf 239,38 Milliarden US-Dollar wachsen.
  • Amazon übertraf im vergangenen Jahr laut dem Parcel Shipping Index von Pitney Bowes sowohl UPS als auch FedEx beim Lieferaufkommen.
  • Im Jahr 2024 wurden in den USA 22,37 Milliarden Pakete verschickt, davon lieferte Amazon 6,3 Milliarden aus und lag damit nur knapp hinter den 6,9 Milliarden Paketen des USPS, so der Bericht.
  • Für das Jahr 2028 prognostizierte Pitney Bowes, dass Amazon mit 8,4 Milliarden Paketen das Volumen des USPS übertreffen wird.
  • Amazon erreichte 2024 einen Marktanteil von 15,3 Prozent am Umsatz und lag damit nur geringfügig hinter den 15,8 Prozent des USPS.
  • UPS und Amazon fahren ihre Partnerschaft bereits zurück; so plant UPS, das für den Onlinehändler abgewickelte Volumen bis 2026 um mehr als 50 Prozent zu reduzieren.
  • US-Präsident Donald Trump erklärte im Februar, er erwäge, den USPS - der im vergangenen Jahr einen Verlust von 9,5 Milliarden US-Dollar verzeichnete - mit dem Handelsministerium zusammenzulegen. Demokraten kritisierten, dieser Schritt würde gegen Bundesrecht verstoßen.
  • Amazon hat im April zugesagt, bis Ende des kommenden Jahres mehr als 4 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seines Liefernetzes in ländlichen US-Gebieten zu investieren.