Zwischen der laufenden Berichtssaison und mehreren anstehenden Konjunkturdaten sind die Anleger an diesem Mittwoch stark gefordert.

Mit besonderem Interesse werden sie am Nachmittag den ADP-Arbeitsmarktbericht für Januar in den USA sowie den ISM-Dienstleistungsindex verfolgen.

Bereits früher am Tag wurden die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für den Dienstleistungssektor veröffentlicht. In Frankreich lag der Index im Januar bei 48,4, nach 50,1 im Dezember. Damit liegt er jedoch über der ersten Schätzung, die bei 47,9 lag.

In Deutschland setzte sich die Erholung der Aktivität im Dienstleistungssektor im Januar fort, allerdings in einem moderateren Tempo und damit auf dem niedrigsten Stand seit vier Monaten. Der Index lag im Januar bei 52,4, nach 52,7 im Dezember, und damit unter der ersten Schätzung (53,3).

Im Euroraum hat sich das Wachstum der privaten Wirtschaftstätigkeit im Januar zum zweiten Mal in Folge verlangsamt. Die Abschwächung war im Dienstleistungssektor besonders ausgeprägt, wo die Aktivität so langsam wuchs wie seit September nicht mehr. Der PMI-Dienstleistungsindex lag im Januar bei 51,6, nach 52,4 im Dezember.

Blick auf die EZB

Laut Kevin Thozet, Mitglied des Investmentkomitees bei Carmignac, dürfte die EZB morgen "eine abwartende Haltung zwischen Datenabhängigkeit, fehlenden expliziten Signalen zu künftigen geldpolitischen Entscheidungen und einem klaren Willen zur Bewahrung maximaler Flexibilität hinsichtlich des weiteren Zinskurses" einnehmen.

Bei den Einzelwerten liegt Crédit Agricole (-2,75%) auf dem vorletzten Platz im CAC 40. Die französische Bank verzeichnete im vierten Quartal einen Rückgang des Nettogewinns um 39,3%, belastet durch eine Sonderabschreibung im Zusammenhang mit der Aufstockung der Beteiligung an der italienischen Banco BPM, steigende Kosten sowie Verluste im Bereich Autoleasing.

Soitec (+16,73%) hingegen führt den SBF 120 an, nachdem das Unternehmen beruhigende Quartalsergebnisse präsentiert hat.

An der Börse in Kopenhagen gerät Novo Nordisk (-17,61%) unter Druck, ausgelöst durch Sorgen um die Perspektiven für 2026.

Am Devisenmarkt zeigt sich der Euro stabil (-0,02%) bei 1,1813 US-Dollar.