Die Bank of America hat eine Liste europäischer Industrieunternehmen für das Jahr 2026 zusammengestellt, die sowohl einige Favoriten als auch Titel enthält, die gemieden werden sollten. Unter den gelisteten Unternehmen finden sich auch mehrere schwedische Firmen.
BofA erwartet, dass starke Investitionen in Sachanlagen (Capex) im Jahr 2026 durch eine Erholung des europäischen Kurzzyklus- und Bausektors ergänzt werden. Dies soll ein EPS-Wachstum von 19 Prozent antreiben. Die Branchenbewertung mit dem 13-fachen EV/EBITA wird trotz einer Prämie gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2010-2019 als attraktiv eingeschätzt. Besonders überzeugen auf der Liste die Aktien von Siemens und Siemens Energy.
Im Large-Cap-Segment werden Volvo, Siemens, Siemens Energy und Schneider Electric als attraktive Wahl hervorgehoben. Im Small- und Mid-Cap-Bereich gefallen SKF, Nibe, Wärtsilä, Weir und Kion. Zu den Aktien, die laut BofA gemieden werden sollten, zählen Alfa Laval, Assa Abloy, Epiroc, Traton, Trelleborg und Vestas.
Assa Abloy, Epiroc, Alfa Laval und Vestas erhalten eine Underperform-Empfehlung. Grund sind schwächere Aussichten in ihren jeweiligen Endmärkten. Assa Abloy dürfte im ersten Halbjahr 2025 weiterhin unter einer schwachen US-amerikanischen Wohnungsbauaktivität leiden, während Epiroc laut BofA einem Margendruck ausgesetzt ist, der sich nicht in der Bewertung widerspiegelt. Alfa Laval wird ein geringerer Auftragseingang aus dem maritimen Sektor prognostiziert, und Vestas ist von politischer sowie zollbezogener Unsicherheit in den USA betroffen.
Siemens, Siemens Energy, Schneider Electric und Volvo erhalten eine Kaufempfehlung, gestützt auf starke thematische und zyklische Treiber. Bei Volvo wird insbesondere das Erreichen eines Tiefpunkts im Lkw-Geschäft sowie der Vorteil durch US-Zölle hervorgehoben.

















