Das Treffen findet vor dem Hintergrund verschärfter Spekulationen über die Zukunft der deutschen VW-Standorte statt, da sinkende Gewinne, eine schwache Nachfrage und intensiver Wettbewerb den größten Autobauer Europas unter Druck setzen, sein weitläufiges Produktionsnetzwerk zu verkleinern.
'Wir haben in unseren Werken in Europa und Deutschland nach wie vor Überkapazitäten. Wir müssen dies angehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben', sagte Blume in Wolfsburg und fügte hinzu, dass es 'derzeit keine Pläne oder Gespräche mit chinesischen Herstellern' gebe.
SPARKURS IN EINEM SCHWIERIGEN MARKTUMFELD
Der Vorstandsvorsitzende betonte, dass ein dreijähriger Sparkurs - einschließlich des Abbaus von 50.000 Stellen in Deutschland sowie Kürzungen bei den Marken Audi und Porsche - das Unternehmen robust für unsichere Zeiten gemacht habe, die von hohen Zöllen und sich verschiebenden Märkten geprägt seien.
Er warnte jedoch davor, dass der Autobauer in Europa nicht zu den Absatzzahlen aus der Zeit vor der Pandemie zurückkehren werde. Zudem werde das jahrzehntelange Geschäftsmodell, Autos von Deutschland aus in alle Welt zu exportieren, durch die Notwendigkeit ersetzt, in Schlüsselmärkten wie China lokal zu produzieren, wo Volkswagen über Joint Ventures mit einheimischen Partnern agiert.
Volkswagen hat zugesagt, Werksschließungen im Einvernehmen mit den deutschen Gewerkschaften und dem mächtigen Betriebsrat zu vermeiden.
Ende letzten Monats hatte Blume erklärt, dass Verträge mit Rüstungsunternehmen oder Vereinbarungen zur gemeinsamen Werksnutzung mit Chinesen Lösungen bieten könnten. Dies löste Medienspekulationen über mögliche Partnerschaften aus, ähnlich den jüngsten Deals zwischen Stellantis und chinesischen Autobauern.
Aus Sorge um die lokale Industrie haben Regierungsvertreter in Niedersachsen und Sachsen Offenheit für Werkspartnerschaften mit chinesischen Unternehmen signalisiert.
Da chinesische Hersteller wie BYD und Chery jedoch versuchen, Marktanteile in Europa zu gewinnen, warnten andere davor, dass solche Partnerschaften den Rivalen Schützenhilfe leisten könnten.
BETRIEBSRAT WEHRT SICH GEGEN IMAGE ALS 'ÜBERNAHMEKANDIDAT'
Volkswagen treibt die Gespräche über den Verkauf seines Werks in Osnabrück an einen Partner aus der Rüstungsindustrie voran.
In den Werken Wolfsburg, Emden und Zwickau hat das Unternehmen nach eigenen Angaben die Kosten im vergangenen Jahr bereits um durchschnittlich mehr als 20% gesenkt.
Betriebsratschefin Daniela Cavallo forderte ein Ende der Spekulationen über die Zukunft der deutschen Standorte.
'Man bekommt den Eindruck, dass Volkswagen fast schon ein Übernahmekandidat ist und gerettet werden muss', sagte Cavallo vor tausenden Beschäftigten auf der Betriebsversammlung.
Sie forderte das Management auf, sich auf den Erfolg der Volkswagen-Produkte zu konzentrieren, anstatt 'die x-te Debatte über angebliche Werksschließungen oder vermeintliche Gespräche mit Dritten über alternative Nutzungen unserer Werke' zu führen.




















