Darauf hatten wir bereits im vergangenen Juli hingewiesen – in unserem Beitrag Vitec Software: Nicht jeder kann Constellation sein.
Der Vergleich erschien schon damals gewagt: geringere Renditen auf das investierte Kapital, der Einsatz von Fremdkapital und vor allem mehrere Kapitalerhöhungen zur Finanzierung der externen Wachstumsstrategie markierten wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Unternehmen.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Jahreszahlen und nunmehr einer vollständigen Dekade an Ergebnissen bewerten die Analysten von MarketScreener die wirtschaftliche Entwicklung von Vitec weiterhin als eher enttäuschend – oder zumindest klar unterhalb des Niveaus des kanadischen Vorbilds.
So ist der operative Cashflow – beziehungsweise der freie Cashflow – trotz Investitionen von 678 Millionen Dollar in Übernahmen zwischen 2016 und 2025 lediglich von 7 auf 71 Millionen Dollar gestiegen.
Selbst unter der Annahme, dass kein organisches Wachstum stattgefunden hat – was bereits für sich genommen ein deutliches Signal schwacher wirtschaftlicher Dynamik wäre –, bleibt die Rendite auf das in Akquisitionen investierte Kapital relativ bescheiden. Sie nähert sich zwar dem zweistelligen Bereich, erreicht ihn jedoch nicht.
Vor diesem Hintergrund erschien die früher sehr hohe Bewertung von Vitec – vor zwei Jahren zeitweise bei dem 60-Fachen des freien Cashflows – überzogen und anfällig für eine Korrektur. Diese ist inzwischen wenig überraschend eingetreten: Das Unternehmen wird aktuell mit weniger als dem 20-Fachen des im vergangenen Jahr erzielten freien Cashflows bewertet, ebenfalls in Dollar umgerechnet.
Damit liegt das Bewertungsniveau nun sogar unter dem des Branchenpioniers Constellation Software, der seinerseits unter Druck der Investoren steht – allerdings ohne eine Verschlechterung der fundamentalen Kennzahlen. Siehe auch unseren Beitrag Constellation-Software setzt auf Nischenerfolge, veröffentlicht vor zwei Wochen an dieser Stelle.


















