Von Thomas Leppert

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte dürften am Dienstag wenig verändert in den Handel starten. Der DAX wird am Morgen 0,1 Prozent höher bei 25.437 Punkten erwartet und damit erneut auf einem Rekordhoch. Der Index hatte am Vortag das fünfte Allzeithoch seit Jahresbeginn markiert, und das trotz aller Krisen. "In Frankfurt nährt die Hausse einmal mehr die Hausse, auch weil internationale Investoren ihr Geld aus den USA abziehen und nach Alternativen suchen", heißt es bei CMC.

Doch es gibt auch erste Warnzeichen einer Konsolidierung. So ist die Put-Call-Ratio unter den Wert von eins gefallen. Auf der anderen Seite sind die Prämien am Terminmarkt tendenziell gestiegen, die für Absicherungen gezahlt werden müssen.

Mit den Zahlen von JP Morgan am Mittag wird die Berichtssaison in den USA offiziell eröffnet. Noch wichtiger für die Märkte ist allerdings die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Dezember. Erwartet wird sowohl in der Gesamtrate als der Kernrate ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Nach der günstigen November-Lesung, die durch den Regierungs-Shutdown beeinflusst worden war, sind die aktuellen Daten von besonderem Interesse.

Mit Blick auf die Zahlen von JP Morgan heißt es, diese könnten eine erste Entwicklung für den Bankensektor insgesamt liefern. Die Deutsche Bank setzt auf eine positive Berichtssaison. Die Analysten erwarten, dass die im S&P-500 gelisteten Unternehmen ihre die Gewinne um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern werden. Dies impliziere ein Überbieten der Konsenserwartungen um 5,5 Prozentpunkte. Im historischen Schnitt werden die Markterwartungen um 4,9 Prozentpunkte geschlagen. Sollte die Deutsche Bank mit ihrer optimistischen Einschätzung Recht behalten, ist eine schärfere Korrektur an den Börsen aktuell unwahrscheinlich.

HDAX mit längster Gewinnserie seit 1997

Der HDAX, der die 110 größten und liquidesten deutschen Aktien umfasst, ist am Vortag den 13. Handelstag in Folge gestiegen. "Damit hat er seine Rekordserie aus dem Jahr 1997 eingestellt. Eine längere Gewinnserie gab es in der bis 1988 zurückgehenden Indexhistorie noch nie. Der letzte negative Handelstag war der 17. Dezember des vergangenen Jahres", heißt es bei QC Partners. Aus technischer Sicht seien DAX und HDAX mittlerweile massiv überkauft. Politische Risiken brächten die Anleger nicht aus der Ruhe. "Es wirkt, als würden nur ausschließlich positive Nachrichten gelesen, während negative Nachrichten ausgeblendet werden."

Aktienrückkauf stützt Symrise

Die Aktie von Symrise wird 4 Prozent höher gesehen. Die Ankündigung eines Aktienrückkaufs über 400 Millionen Euro stützt hier. Dieser sollte nach Einschätzung von JP Morgan (JPM) den Gewinn je Aktie um 2 bis 3 Prozent heben. Die Analysten stufen den Rückkauf als nachvollziehbare Verwendung liquider Mittel ein angesichts einer Nettoverschuldung/EBITDA-Quote von unter 2. Mit Blick auf die ebenfalls angekündigten Wertminderungen zeigen sich JPM wenig überrascht. Eine Wertberichtigung von 145 Millionen Euro erfolgt im Zusammenhang mit dem Plan, das Geschäft mit Terpenen zu veräußern. Zudem schreibt Symrise 150 Millionen Euro auf die Beteiligung an der Swedencare AB ab.

Im Handel hält man Kursgewinne bei Orsted für möglich. Die Dänen dürfen die Arbeiten an ihrem US-Projekt Revolution Wind vorerst fortsetzen, obwohl die Trump-Regierung versucht hat, das Vorhaben an der US-Ostküste zu stoppen. Ein US-Bundesrichter gab am Montag dem Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Verfügung gegen den von der Trump-Regierung verhängten Baustopp für das 5-Milliarden-US-Dollar-Projekt statt. In einer jüngeren Studie warnt die Citigroup allerdings vor weiteren Regierungsinterventionen und der Gefahr, dass die Projektkosten aus dem Ruder laufen könnten.


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Devisen                   zuletzt        +/- %  0:00 Vortag   M, 17:05   % YTD 
EUR/USD                    1,1658        -0,1%       1,1669     1,1677   -1,0% 
EUR/JPY                    185,10        +0,3%       184,48     184,49   -0,2% 
EUR/CHF                    0,9300        -0,0%       0,9302     0,9301   +0,1% 
EUR/GBP                    0,8654        -0,2%       0,8667     0,8668   -0,5% 
USD/JPY                    158,77        +0,4%       158,10     158,00   +0,8% 
GBP/USD                    1,3472        +0,1%       1,3463     1,3472   -0,5% 
USD/CNY                    7,0093        +0,0%       7,0068     7,0018   -0,2% 
USD/CNH                    6,9740        +0,1%       6,9696     6,9645   -0,0% 
AUS/USD                    0,6708        -0,0%       0,6709     0,6719   +0,2% 
Bitcoin/USD             92.166,95        +1,1%    91.163,95  91.747,70   +2,2% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Settlem.        +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   59,87        59,50        +0,6%       0,37   +3,7% 
Brent/ICE                   64,22        63,87        +0,5%       0,35   +5,1% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag        +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold                     4.581,70     4.596,05        -0,3%     -14,35   +4,4% 
Silber                      85,03        85,23        -0,2%      -0,19  +11,7% 
Platin                   1.975,69     2.016,09        -2,0%     -40,40  +11,6% 
Kupfer                       5,97         6,03        -1,0%      -0,06   +5,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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January 13, 2026 01:59 ET (06:59 GMT)