(Alliance News) - Eine Zahl fasst die aktuellen Umbrüche in der Vermögensverwaltung zusammen, die eng mit dem Banken-Risiko verknüpft sind: EUR16 Milliarden. Dies ist das Volumen der Abflüsse, die Amundi im Jahr 2025 im Rahmen des Vertriebsvertrags mit UniCredit verzeichnete, wie La Repubblica am Mittwoch berichtet.

Diese Zahl steht im Kontrast zu einem insgesamt soliden Bild des französischen Konzerns, der Ende 2025 ein historisches Rekordniveau von EUR2.380 Milliarden an verwaltetem Vermögen erreichte. Getragen wurde dieser Wert von einem Nettozufluss von EUR87,6 Milliarden, davon EUR21,7 Milliarden im Retail-Segment, trotz der Abflüsse über die UniCredit-Netzwerke, die sich im Jahr auf EUR16 Milliarden beliefen, wie die Zeitung weiter ausführt.

Das Verhältnis zwischen den beiden Instituten dürfte sich neu definieren, da UniCredit-CEO Andrea Orcel wenig geneigt ist, den 2027 auslaufenden Vertrag mit der von Crédit Agricole kontrollierten Gruppe zu verlängern. Zu den Optionen für die Zeit nach dem Vertrag gehören Generali oder eine vorübergehende Stärkung der eigenen Fondsplattform von UniCredit, die bereits die Schwelle von EUR30 Milliarden verwaltetem Vermögen überschritten hat.

Die Dynamik in der Branche wird auch durch die Offenheit von Intesa Sanpaolo-CEO Carlo Messina für mögliche Übernahmen von Beraternetzwerken bestätigt – ein Zeichen für einen wachsenden Sektor im Asset Management.

Von Claudia Cavaliere, Alliance News-Reporterin

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