In der vergangenen Handelswoche gab die Pariser Börse um 3,17% nach - der schwerste Fünf-Tage-Rückgang seit dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten Anfang März.

Über das Wochenende ergaben sich keine wesentlichen Fortschritte, da die US-Gesandten nicht zu einer zweiten Verhandlungsrunde nach Islamabad (Pakistan) gereist sind. Donald Trump erklärte am Wochenende über sein soziales Netzwerk: 'Ich habe soeben die Reise meiner Vertreter abgesagt, die in Islamabad, Pakistan, mit den Iranern hätten zusammentreffen sollen. Zu viel Zeitverschwendung durch Reisen, zu viel Arbeit! Zudem herrscht innerhalb ihrer 'Führung' monumentale Uneinigkeit und Verwirrung. Niemand weiß, wer das Sagen hat, sie selbst eingeschlossen'.

Von iranischer Seite verlautete, das Land habe Vorschläge zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges unterbreitet, während die Atomverhandlungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden.

Trotz dieses Vorschlags bleiben die Ölpreise auf Wärtskurs. In New York steigt die Sorte WTI um 0,30% auf 96,37 Dollar, während der Nordsee-Brent in London um 0,58% auf 107,95 Dollar zulegt.

Am Devisenmarkt erholt sich der Euro gegenüber dem Greenback (+0,34%) und wird bei 1,1745 Dollar gehandelt.

Ein ruhiger Montag vor einer ereignisreichen Woche

Die heutige makroökonomische Agenda ist ausgesprochen dünn besiedelt; die Anleger haben die einzige wichtige Statistik des Tages bereits zur Kenntnis genommen. Dabei handelte es sich um den deutschen GfK-Konsumklimaindex für Mai. Dieser sank stärker als erwartet auf -33,3 Punkte, nach Prognosen von -30,2 und einem Vorwert von -28,1 Punkten. Damit erreichte der Indikator seinen niedrigsten Stand seit Februar 2023.

Der Rest der Woche dürfte deutlich turbulenter verlaufen, insbesondere am Mittwoch, wenn die US-Notenbank Federal Reserve ihre geldpolitische Entscheidung bekannt gibt, wobei weithin ein Stillstand erwartet wird. In den kommenden Tagen stehen zudem beiderseits des Atlantiks diverse Daten zu Inflation und Wirtschaftswachstum an.

Auf Unternehmensebene hat sich der Rhythmus der Veröffentlichungen am Montag verlangsamt, wird aber ab Dienstag mit Zahlen von Visa, Coca Cola Company, Novartis, T-Mobile US und Airbus wieder an Fahrt gewinnen. Ab Mittwoch folgen Schwergewichte wie Alphabet, Microsoft, Meta, AbbVie, AstraZeneca, Eli Lilly, Mastercard, Caterpillar, Amgen und Schneider Electric.

Aktuell rücken Renault um 2,15% vor, obwohl die UBS ihre Verkaufsempfehlung für den Titel mit einem Kursziel von 28 Euro bestätigt hat.

OSE Immunotherapeutics schießt derweil um 21,10% in die Höhe. Veloxis Pharmaceuticals, ein Partner des französischen Unternehmens, gab bekannt, dass die Food and Drug Administration (FDA) Pegrizeprument den Orphan-Drug-Status zur Prävention von Herztransplantat-Abstoßungen bei Patienten nach einer Herztransplantation erteilt hat.

Am Ende der Kurstafel verlieren Dassault Systèmes 0,54%. Citi beließ die Aktie auf 'Neutral', hob jedoch das Kursziel von 19 auf 20 Euro an.

Forvia gibt um 1,77% nach. Der Automobilzulieferer kündigte den Verkauf seiner Sparte Forvia Interiors an von Apollo verwaltete Fonds auf Basis eines Unternehmenswerts von 1,82 Milliarden Euro an.

In Europa verzeichnete Nordex einen exzellenten Jahresauftakt. Jefferies merkt an, dass der Umsatz im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 10,6% auf 1.587,7 Millionen Euro gestiegen ist (gegenüber 1.538 Millionen Euro auf währungsbereinigter Basis). Die Aktie des Spezialisten für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Windenergieanlagen haussiert um 11,26%.