Kurz vor Mittag notiert der CAC40 mit einem Plus von rund 0,2% bei nahezu 8365 Punkten, nachdem er am Morgen ein neues Allzeithoch erreicht hatte, während der paneuropäische Stoxx Europe 600 um 0,1% zulegt.

Unter den weiteren großen europäischen Indizes fällt der DAX mit einem Rückgang von 0,4% auf (nach allerdings 11 aufeinanderfolgenden Gewinntagen), während der Londoner FTSE und der Madrider Ibex jeweils 0,3% zulegen.

Nach der verhaltenen Reaktion auf die gemischten Ergebnisse von JPMorgan am Vortag (−4,2%) werden ab Mittag die Quartalszahlen von Bank of America, Citigroup und Wells Fargo erwartet.

Während die kommenden Unternehmenszahlen weitere Einblicke in die aktuelle Verfassung der großen US-Konzerne liefern, geben sie auch verlässliche Hinweise auf die wirtschaftliche Lage der Vereinigten Staaten, wo die jüngsten Indikatoren robust ausgefallen sind.

Im Bereich der US-Wirtschaft werden am Nachmittag zudem die Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze veröffentlicht, in der Hoffnung, dass sie zeigen, dass die Inflation besser unter Kontrolle ist und der private Konsum weiterhin kräftig bleibt.

„Allerdings sind die Budgetrestriktionen verschärft (Bremsung der realen Löhne)“, erinnern die Experten von Oddo BHF und fügen hinzu: „Diverse Berichte deuten darauf hin, dass die Verbraucher vorsichtiger geworden sind – außer im Premiumsegment.“

Die Marktteilnehmer werden zudem ein Auge auf den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten werfen, der sich heute zur Verfassungsmäßigkeit der von der Trump-Regierung verhängten Zölle äußern könnte.

Bei den Einzelwerten in Paris sticht Abivax (+2%) hervor, nachdem Stifel seine Kaufempfehlung bekräftigt und das Kursziel von 100 auf 142 Euro angehoben hat, um Spekulationen über das Interesse großer Pharmakonzerne zu berücksichtigen.

Ebenfalls im Gesundheitssektor profitiert Ipsen (+5%) von der Vergabe der Bezeichnung „Breakthrough Therapy“ durch die US-Behörde FDA für ihr Medikament IPN60340 zur Erstlinienbehandlung der nicht geeigneten akuten myeloischen Leukämie.

Andernorts in Europa schießt Orion in Helsinki um 12% nach oben, da das Unternehmen erwartet, dass sein Medikament Nubeqa langfristig über eine Milliarde Euro Jahresumsatz generieren könnte und für 2026 mit einem starken Wachstum rechnet, das nahezu ausschließlich von diesem Flaggschiff-Produkt getragen wird.

Dagegen verliert der britische Verlag Pearson in London 6%, nachdem er für das Geschäftsjahr 2025 Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen präsentiert, die Ziele jedoch leicht nach unten korrigiert hat.

Autoneum bricht in Zürich um nahezu 10% ein, belastet durch eine Abstufung der Empfehlung durch UBS von „Kaufen“ auf „Neutral“ für den Spezialisten für Akustik- und Thermomanagement-Lösungen für Fahrzeuge.