Die Regierung von Präsident Donald Trump hat heimlich neun Personen nach Kamerun abgeschoben, obwohl viele von ihnen laut US-Gerichtsunterlagen vor einer solchen Maßnahme geschützt waren und keiner von ihnen aus diesem afrikanischen Land stammt, berichtete die New York Times am Samstag.

Mehrere der Männer und Frauen, die am 14. Januar von Alexandria, Louisiana, nach Kamerun ausgeflogen wurden, wussten laut der Zeitung bis zur Verladung in ein Flugzeug des Department of Homeland Security und dem Anlegen von Handschellen und Ketten nicht, wohin sie gebracht werden sollten. Die Informationen stammen aus Regierungsdokumenten und von Anwälten der Abgeschobenen.

Das Heimatschutzministerium (DHS), das Außenministerium und das kamerunische Ministerium für Äußere Angelegenheiten reagierten nicht umgehend auf Anfragen von Reuters. Auch die Anwälte der Betroffenen waren für Reuters zunächst nicht erreichbar.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hat bislang keine Vereinbarung bekannt gegeben, wonach Kamerun bereit ist, Abgeschobene aus anderen Ländern aufzunehmen.