München, 13. Mai (Reuters) - Die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump belastet den Gewinn des Sandalenherstellers Birkenstock. Der Überschuss brach in dem Ende März abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal um 22 Prozent auf 82 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) schrumpfte um ein Prozent auf 198 Millionen Euro, obwohl der Umsatz um acht Prozent und wechselkursbereinigt sogar um 14 Prozent auf 618 Millionen Euro zulegte. Das entsprach einer Marge von 32,1 Prozent.

Zur Begründung verwies Birkenstock auf den schwachen Dollarkurs, weshalb US-Umsätze weniger in Euro einbrachten als im Vorjahresquartal, und auf US-Zölle. Konzernchef Oliver Reichert erklärte, dass das Umsatzwachstum trotzdem im erwarteten Rahmen liege und damit auch widrigen Rahmenbedingungen durch den Konflikt im Nahen Osten und hartnäckigem Inflationsdruck getrotzt habe. Er bestätigte die Erwartung, dass im Geschäftsjahr und auf Dreijahressicht der Umsatz währungsbereinigt um 13 bis 15 Prozent wachsen und die Marge mindestens 30 Prozent erreichen solle.

(Bericht von Jörn Poltz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)