Senatorin Elizabeth Warren, die führende Demokratin im Bankenausschuss des US-Senats, hat am Freitag die Derivateaufsicht von Präsident Donald Trump bezüglich jüngster Berichte der 'New York Times' unter Druck gesetzt. Darin wurde über externe Einflussnahme und mutmaßliche Begünstigung der Krypto- und Prognosemarktbranche berichtet.

o In einem Brief an Michael Selig, der im Dezember sein Amt als Vorsitzender der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) antrat und derzeit das einzige amtierende Mitglied der fünfköpfigen, parteiübergreifenden Behörde ist, zitierte Warren Berichte der 'Times' und anderer Medien. Demnach habe die Behördenleitung interveniert, um Unternehmen zu begünstigen, die von Trump-Verbündeten unterstützt werden, und Mitarbeiter bestraft, die sich dem entgegenstellten.

o Vertreter der CFTC reagierten am Freitag nicht unmittelbar auf eine Bitte um Stellungnahme. Das Weiße Haus teilte der 'Times' im vergangenen Monat mit, dass bei Präsident Trump keine Interessenkonflikte vorlägen.

o Kryptounternehmen und Prognosemärkte haben unter Trumps CFTC profitiert, da die Behörde Durchsetzungsmaßnahmen gegen diese Branchen eingestellt hat und an wohlwollenden Regulierungen arbeitet, deren erklärtes Ziel das Sektorwachstum ist.

o Angesichts von Bedenken wegen Insiderhandels nimmt jedoch die parlamentarische Kontrolle des Prognosemarktsektors zu.

o Der Personalbestand der CFTC ist seit letztem Jahr drastisch auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2008 gesunken, und auch die Strafverfolgungsaktivitäten der Behörde sind zurückgegangen.

o 'Zusammengenommen sind dies besorgniserregende Anzeichen für eine CFTC, die politischem Druck und den Interessen wohlhabender Insider verpflichtet ist, sich nicht an rechtsstaatliche Grundsätze hält und es versäumt, Anleger und die Marktintegrität zu schützen', schrieb Warren.