Die US-amerikanische demokratische Senatorin Elizabeth Warren hat einen Brief an die UBS gerichtet, in dem sie das Schweizer Bankinstitut auffordert, Einzelheiten zu etwaigen Gesprächen mit Finanzminister Scott Bessent offenzulegen.

In einem Schreiben vom 9. Dezember an UBS-Präsident Colm Kelleher verlangte Warren eine Zusammenfassung aller Kontakte mit US-Beamten bezüglich eines möglichen Umzugs des Hauptsitzes der Bank in die Vereinigten Staaten sowie Informationen zu etwaigen von der Bank geforderten oder angebotenen Anreizen.

,,Sollte UBS ihren Sitz in die Vereinigten Staaten verlegen, wäre sie die sechstgrößte Bank des Landes und würde damit das Risiko für die amerikanische Wirtschaft, das Finanzsystem und die Steuerzahler im Falle eines Scheiterns der UBS weiter erhöhen", schrieb Warren in ihrem Brief an Kelleher.

Warren hat zudem ein Schreiben an Finanzminister Bessent gesendet, in dem sie Auskunft über etwaige Gespräche zwischen Mitarbeitern des Finanzministeriums und leitenden UBS-Vertretern verlangt.

Im November hatte die UBS bekräftigt, dass sie weiterhin zu ihrem Schweizer Hauptsitz stehe. Dies geschah als Reaktion auf einen Bericht, wonach Kelleher und Bessent privat über eine Verlagerung des Bankensitzes in die USA gesprochen hätten.

,,Wie wir wiederholt betont haben, wollen wir weiterhin erfolgreich als globale Bank von der Schweiz aus operieren", erklärte die UBS in einer Stellungnahme.

Bloomberg News hatte am Mittwoch zuerst über die Entwicklung berichtet.