Ein US-amerikanischer Reiseverband hat am Montag in einem Brief den Kongress der Vereinigten Staaten dazu aufgefordert, die Bundesregierung noch vor dem erwarteten Reiseansturm zu Thanksgiving wieder zu offnen, da der Regierungsstillstand inzwischen den 34. Tag erreicht hat.
Die andauernde Haushaltssperre hat zu einem Anstieg von Flugverspätungen geführt und betrifft Flughäfen sowie 3,2 Millionen Passagiere. Grund dafür sind zahlreiche Ausfälle bei Fluglotsen, von denen viele gezwungen sind, Zweitjobs anzunehmen, um finanziell über die Runden zu kommen.
Nach Schätzungen des unparteiischen Congressional Budget Office belaufen sich die Kosten des Regierungsstillstands für die US-Wirtschaft auf 7 bis 14 Milliarden US-Dollar.
"Die oberste Priorität im Luftverkehr ist die Sicherheit, und diese wird auch weiterhin gewährleistet. Dennoch werden Reisende einen hohen und vollig unnotigen Preis in Form von Verspätungen, Flugausfällen und verlorenem Vertrauen in das Flugerlebnis zahlen," erklärte Geoff Freeman, Präsident und CEO der US Travel Association.
In einem Brief, der von 500 Organisationen unterzeichnet wurde, darunter Hilton und MGM Resorts, forderte Freeman den Kongress auf, das Vertrauen der Reisenden am schnellsten durch die Verabschiedung einer klaren Zwischenfinanzierung und die Wiederoffnung der Regierung wiederherzustellen.
"Der Schaden durch diesen Shutdown wächst stündlich, wobei 60% der Amerikaner ihre Reisepläne überdenken," so Freeman weiter.
Der Regierungsstillstand zwingt derzeit 13.000 Fluglotsen sowie 50.000 Mitarbeiter der Transportation Security Administration, ohne Bezahlung zu arbeiten, was zu zehntausenden gestorten Flügen führt.


















