US-amerikanische IT-Hardware-Aktien gaben am Dienstag deutlich nach, nachdem Morgan Stanley die Branche herabgestuft und vor einer nachlassenden Nachfrage gewarnt hatte. Grund dafür seien Unternehmen, die angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten und steigender Komponentenpreise ihre Ausgaben zurückfahren.

Das Wall-Street-Brokerhaus erklärte, dass die Zurückhaltung von Technologieentscheidern bei Hardware-Investitionen die bestehenden Sorgen über höhere Inputkosten und Lieferengpässe verschärfe. Morgan Stanley senkte daher seinen Branchenausblick von "neutral" auf "vorsichtig".

"Ein 'perfekter Sturm' aus nachlassender Nachfrage, steigender Kosten und hohen Bewertungen kündigt sich an. Das veranlasst uns, für 2026 eine defensivere Haltung einzunehmen", schrieben die Analysten.

Aktien von Hewlett Packard Enterprise und Dell Technologies verloren zeitweise bis zu 5 %, während HP Inc um 2,5 % nachgab.

Die in den USA gehandelten Aktien von Logitech und NetApp fielen um rund 4 % beziehungsweise 5,5 %, nachdem Morgan Stanley beide von "Equal-Weight" auf "Underweight" herabstufte.

Der branchenweite Ausverkauf drückte den IT-Hardware-Index zum Handelsstart um 1,1 % nach unten und spiegelte damit die Schwäche des Gesamtmarkts wider.

Die jüngste Umfrage von Morgan Stanley prognostiziert für 2026 lediglich ein Wachstum der Hardware-Budgets um 1 % im Jahresvergleich – der schwächste Wert außerhalb der COVID-Zeit in rund 15 Jahren.

Eine separate Befragung des Brokerhauses unter Value-Added-Resellern ergab, dass 30 % bis 60 % der Kunden geplante Käufe von PCs, Servern und Speicher reduzieren könnten, falls Preiserhöhungen infolge von Komponenten-Inflation anhalten.

Während die KI-getriebene Nachfrage ein Rückenwind für Hardware-Hersteller war, lastet die Unsicherheit durch die von Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf der Branche.

Citigroup-Analysten erklärten am Montag, dass Hardware-Unternehmen und Distributoren mit schwankender Unternehmensnachfrage, steigenden Speicherpreisen und nachlassenden PC-Lieferungen bis ins Jahr 2026 rechnen müssen.

"Mit höheren Kosten und elastischer Nachfrage steigt das Risiko für negative Gewinnschätzungsanpassungen im Jahr 2026", so Morgan Stanley.