Bei den Inflationsdaten gab es am Mittwoch keine Überraschung. Der Verbraucherpreisindex (CPI) für den Monat Februar lag im Rahmen der Erwartungen. Auf Jahressicht stiegen die Verbraucherpreise um 2,4 %, exakt derselbe Wert wie im Januar. In der Kernrate legte der CPI ebenfalls um 2,4 % zu – der niedrigste Wert seit 2021.

Trotz der Befürchtungen eines inflationsbedingten Anstiegs infolge neuer Zölle setzte sich der disinflationäre Trend über weite Strecken des Jahres 2025 sowie zu Beginn des Jahres 2026 insgesamt fort.

Eigentlich wäre das eine gute Nachricht für Investoren und ebenso für die Federal Reserve: Die Inflation verlangsamt sich weiter, Zinssenkungen rücken näher. Doch die Märkte reagierten nur verhalten auf die Daten. Denn viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Inflation in den kommenden Monaten wieder anziehen könnte – vor dem Hintergrund des Energieschocks infolge des Konflikts im Nahen Osten.

Die guten Inflationszahlen der vergangenen Monate lassen sich zudem teilweise durch einen technischen Faktor erklären. Ohne zu sehr in die methodischen Details des Bureau of Labor Statistics (BLS) einzutauchen: Die Nichtveröffentlichung des CPI im Oktober – aufgrund eines Government Shutdown – hat für einige Monate eine günstigere Vergleichsbasis geschaffen.

Schließlich ist zu beachten, dass der disinflationäre Trend beim PCE, dem von der Fed bevorzugten Inflationsmaß, bislang weniger deutlich ausgeprägt ist. Diese Diskrepanz erklärt sich durch die unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Komponenten innerhalb des Index.