Irans Blockade der Strasse von Hormus im anhaltenden Konflikt mit den USA und Israel hat die globalen Energiemärkte erschüttert. Da täglich Millionen Barrel an Energieexporten aus dem Nahen Osten festsitzen, wachsen weltweit die Sorgen vor Treibstoffengpässen. In den USA haben die Preise für Benzin, Diesel und andere Kraftstoffe Mehrjahreshochstände erreicht, was Präsident Donald Trump nur wenige Monate vor den Zwischenwahlen im November vor eine grosse politische Herausforderung stellt.
Die US Energy Information Administration (EIA) rechnet nun damit, dass die Einzelhandelspreise für Benzin in den USA in diesem Jahr im Durchschnitt 3.88 Dollar pro Gallone betragen werden - etwa 18 Cent mehr als in der im April veröffentlichten Prognose, so der monatliche Kurzfrist-Energieausblick der Behörde.
Die Prognose unterstellt, dass die Strasse von Hormus bis Ende Mai faktisch geschlossen bleibt, bevor im nächsten Monat eine schrittweise Wiedereröffnung beginnt, so die EIA. Es wird nicht erwartet, dass der Verkehr durch die Strasse von Hormus, der vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Ölangebots ausmachte, vor Ende dieses Jahres wieder das Niveau von vor dem Konflikt erreichen wird.
Im April fielen laut EIA insgesamt rund 10.5 Millionen Barrel Rohöl pro Tag aus dem Irak, Saudi-Arabien, Kuwait, den VAE, Katar und Bahrain aus.
Die weltweiten Öllagerbestände werden im laufenden zweiten Quartal voraussichtlich um durchschnittlich 8.5 Millionen Barrel pro Tag sinken, wodurch der Preis für Brent-Rohöl im Mai und Juni nahe der Marke von 106 Dollar pro Barrel bleiben dürfte, so die EIA.

















